Corona-Schutz

Abwasserproben sollen frühzeitig vor vermehrten Infektionen warnen

Kerstin Viering

Von Kerstin Viering

Mo, 01. Juni 2020 um 15:15 Uhr

Bildung & Wissen

BZ-Plus Die Analyse von Abwasserproben könnte helfen, die Dunkelziffer der Corona-Infektionen zu klären. Sollte es im Herbst eine zweite Ansteckungswelle geben, möchten Forscher die Methode einsetzen.

Was derzeit jeden Tag in Millionen von Haushalten durch die Toiletten rauscht, ist nicht nur eine Mischung aus Wasser und den üblichen menschlichen Ausscheidungen. Auch die Corona-Pandemie hinterlässt ihre Spuren im Abwasser. Denn wer sich infiziert hat, gibt mit dem Stuhl auch das Erbgut des Erregers ab. Dieses besteht beim Coronavirus aus sogenannter RNA.

Zwar ist diese RNA nach bisherigen Erkenntnissen wohl nicht mehr infektiös. Trotzdem richtet sich das Interesse von Wissenschaftlern nun zunehmend auf die Kläranlagen. "Wir hoffen, dass wir dort eine Art Frühwarnsystem installieren können, das uns mehr über den Verlauf der Pandemie verrät", erklärt Hauke Harms vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) in Leipzig.

Erste Indizien dafür, dass das klappen könnte, kamen im Februar aus den Niederlanden. Ein Team um den Mikrobiologen Gertjan Medema vom Wasserforschungsinstitut KWR hatte das Erbgut des ...

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