Umkirch

Ärger im Gemeinderat: AfD-Mann will Amt nicht antreten

Julius Steckmeister

Von Julius Steckmeister

Fr, 12. Juli 2019 um 14:03 Uhr

Umkirch

Michael Schumacher ist als einziger AfD-Kandidat in den Umkircher Gemeinderat eingezogen. Doch er will sein Mandat nicht antreten. Er ist inzwischen aus der Partei ausgetreten. Andere Räte sind verstimmt.

Mit einem Sitz ist die AfD, dies hat die Stimmverteilung bei den Kommunalwahlen vom 26. Mai ergeben, im neuen Umkircher Gemeinderat vertreten. Allerdings hatte im Vorfeld der konstituierenden Sitzung AfD-Stimmenkönig Michael Schumacher, dem der Einzug ins Gremium mit 467 Stimmen zugestanden hätte, einen Antrag auf Ablehnung der ehrenamtlichen Tätigkeit als Gemeinderat gestellt. Das gab Bürgermeister Walter Laub bekannt.

Begründet würde der Antrag mit der Tatsache, dass Schumacher inzwischen aus der Partei ausgetreten sei. "So ein Verhalten ist nicht zu tolerieren", sagte Klaus Leible (FWU). "Es werden Personen gewählt und nicht Parteien. Das ist eine Verhöhnung der Wähler", ärgerte er sich. "Sich wählen lassen und dann nicht antreten, das ist ein starkes Stück", pflichtete ihm Christa Strecker-Schneider (UBU) bei, die hoffte, dass dies nicht Schule mache. Andererseits sei sie aber froh um jeden, der aus der AfD austrete. "Herr Schumacher hätte auch als Parteiloser in den Gemeinderat gehen können", betonte Roswitha Heitzler (CDU).

Letztlich sprachen sich neun Räte dafür aus, dem Antrag stattzugeben, drei stimmten mit Nein, drei enthielten sich der Stimme. Anstelle von Schumacher wurde der AfD-Zweitplatzierte Ciro Orlando als Gemeinderat verpflichtet. Er hatte 385 Stimmen bekommen.