AGUS fordert Klimanotstand

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Di, 21. Mai 2019

Müllheim

Appell an Gemeinderat.

MÜLLHEIM. Die Arbeitsgemeinschaft Umweltschutz Markgräflerland (AGUS) fordert die Ausrufung des Klimanotstandes in Müllheim. Dies solle der Gemeinderat in die Wege leiten und auch dafür sorgen, dass die Verwaltungsspitze dieses Anliegen weitertrage in übergeordnete Gremien wie dem Gemeindeverwaltungsverband und den Landkreis. Damit solle Müllheim dem Beispiel anderer deutscher und internationaler Kommunen sowie einiger Länder (zum Beispiel Großbritannien, Irland) folgen.

Anfang Mai hatte Konstanz als erste deutsche Gemeinde den Klimanotstand erklärt. Die Stadt Konstanz schreibt dazu auf ihrer Homepage: "Mit der Verwendung des Begriffes wird anerkannt, dass auf der Erde eine akute und gegenwärtige Gefahr für das Klima und durch den Klimawandel und seine Folgen auch für das Leben der Menschen besteht. Der Klimanotstand beinhaltet die Aufforderung, diese Gefahren durch schnelles Handeln abzumildern oder zu beseitigen." Jede Entscheidung, die künftig im Konstanzer Gemeinderat getroffen wird, solle auf ihre Klimarelevanz geprüft werden.

Darüber hinaus fordert die AGUS, Müllheim solle Mitglied im "Klima-Bündnis der europäischen Städte mit indigenen Völkern der Regenwälder" werden – einem Netzwerk von mehr als 1700 europäischen Kommunen "wie zum Beispiel das von der Einwohnerzahl vergleichbare Bad Säckingen", heißt es in einer Mitteilung der AGUS. Der Nutzen für Müllheims Bevölkerung liege vor allem im möglichen Wissensgewinn und Transfer sowie dem Zugang zu entsprechenden Beratungs- und Förderleistungen wie zum Beispiel für die Umsetzung des bereits in Ansätzen seit Jahren vorbereiteten Mobilitätsmanagments, meint die AGUS.