Oberbürgermeisterwahl Lahr

Alles Wichtige zur offiziellen Kandidatenvorstellung am Donnerstag

ch, malx

Von Christian Kramberg & Mark Alexander

Di, 10. September 2019 um 20:45 Uhr

Lahr

Die Kandidierenden stellen sich im Parktheater vor. Dort ist Platz für maximal 850 Menschen. Am Eingang wird es Einlasskarten geben.

Der Wahltag rückt näher, die Spannung steigt. Bei der offiziellen Vorstellung der fünf Kandidierenden für die Oberbürgermeisterwahl im Parktheater (ehemals Stadthalle) wird morgen, Donnerstag, 19 Uhr, mit großer Resonanz gerechnet. Im Vorfeld beantwortet die Badische Zeitung die wichtigsten Fragen. Und sie blickt zurück ins Jahr 2005, als es letztmals eine Vorstellung mit mehreren Bewerbern gab.

Wie läuft die Veranstaltung ab?

1997 hat er hier erfolgreich um das Amt gekämpft, 22 Jahre später wird Oberbürgermeister Wolfgang G. Müller die Veranstaltung im Parktheater leiten und die Besucher begrüßen. Dann hat zunächst jeder Kandidierende eine Viertelstunde Zeit, um sich vorzustellen – entsprechend der Reihenfolge auf dem Stimmzettel. Anschließend kommen alle gemeinsam auf die Bühne. Bürgerinnen und Bürger können Fragen an einzelne Bewerber oder an das Quintett richten. Die Kandidierenden haben drei Minuten Zeit, um auf die Fragen zu antworten. Die Reihenfolge der Beantwortung der Fragen wechselt jeweils.

Wie viele Besucher haben Platz im Parktheater?

Im Saal des Parktheaters haben 680 Menschen Platz. Die Stadt rechnet mit einer großen Resonanz. Deswegen können im Foyer zusätzlich 170 Interessierte die Veranstaltung über zwei große Bildschirme mitverfolgen.

Gibt es eine Obergrenze beim Einlass?

Ja, bei 850 Besuchern ist Schluss.

Wann ist Einlass?

Einlass in das Parktheater ist ab 18.30 Uhr, der Beginn um 19 Uhr. Am Eingang wird es Einlasskarten geben. Aus Sicherheitsgründen soll so gewährleistet werden, dass sich nur so viele Besucher im Saal und im Foyer aufhalten, wie Sitzplätze zur Verfügung stehen, teilt die Stadtverwaltung mit.

Gibt es eine Bewirtung?

Nein, das ist nicht vorgesehen.

Wo halten sich die Kandidierenden auf, wenn sie nicht auf der Bühne stehen?

Während der 15-minütigen Vorstellung der jeweils anderen Kandidierenden halten sie sich in den Garderoben des Parktheaters auf. So wird sichergestellt, dass sie die Beiträge der anderen Kandidaten nicht mitverfolgen können.

Wird es ein Online-Angebot wie einen Livestream geben?

Nein, die Stadt hat hierzu nichts geplant.

Wie lange wird die Veranstaltung dauern?

Die Stadtverwaltung geht nach den bisherigen Erfahrungen davon aus, dass die Veranstaltung gegen 21.30 Uhr beendet sein wird.

Gibt es Sonderbusse?

Ja, es wird einen Sonderfahrplan mit kostenlosen Bussen geben. Diese fahren jeweils um 18.05 Uhr von folgenden Standorten zum Parktheater: Reichenbach Ost, Lahr Schlüssel (Bucht 6), Sulz Kirche, Hugsweier Sonne und Kippenheimweiler Westendstraße (über Langenwinkel). Es gibt zwischen neun und 19 Zwischenhalte. Um 18.30 erreichen die Busse das Parktheater. Nach der Veranstaltung fahren sie von der Straße "Am Stadtpark" aus wieder zurück.

Wie war es bei den früheren Kandidatenvorstellungen?

Die morgige Kandidatenvorstellung ist seit vielen Jahren wieder eine mit mehreren Kandidaten. Vor sechs Jahren war der amtierende Oberbürgermeister Wolfgang G. Müller der einzige Bewerber, dennoch fand eine offizielle Veranstaltung statt. Der Andrang war entsprechend gering: Etwa 80 Zuhörer waren in die Stadthalle gekommen. Müller hielt eine Rede und beantwortete sieben Fragen von vier Bürgern. Acht Jahre zuvor – im September 2005 – waren es zwar immerhin 200 Lahrerinnen und Lahrer, das Interesse wurde aber dennoch als gering eingestuft. Immerhin hatte es zwei Kandidaten gegeben: den Herausforderer Birger Bär und den Amtsinhaber Wolfgang G. Müller. Beide durften 20 Minuten reden – wobei Bär dieses Limit trotz mehrfacher Ermahnungen überschritten hat – und beantworteten danach Fragen.

Am spannendsten war es 1997, als es wie fünf Kandidatinnen und Kandidaten gegeben hat: Wolfgang G. Müller bei seiner ersten Kandidatur, der Freiburger Bürgermeister Otto Neideck, der langjährige Grünen-Gemeinderat Claus Vollmer, Ingrid Mayer und Florian Burlafinger. Das Interesse war groß: Bis zu 1000 Zuhörerinnen und Zuhörer – so die Schätzung damals – waren in die damalige Stadthalle gekommen, viele mussten mit Sitz- und Stehplätzen auf den Treppen und Fluren vorliebnehmen. Geschlagene dreieinhalb Stunden dauerte die Veranstaltung. Damals fiel auch Neidecks mittlerweile schon legendäre Spruch, der im Nachhinein mit für seine Niederlage verantwortlich gemacht wurde: "Ich bin kein Geselle. Ich bin kein Meister. Ich bin Bürgermeister."
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Busfahrplan gibt es unter http://mehr.bz/oblahr. Ein Online-Dossier mit Berichten, Porträts, Analysen und Kommentaren zur OB-Wahl steht unter http://www.badische-zeitung.de/ob-wahl-lahr-2019