Alltagshelden in Pflege und Betreuung

Karin Heiß

Von Karin Heiß

Fr, 31. Januar 2020

Waldkirch

Treue Mitarbeiter bedeuten für die Sozialstation St. Elisabeth auch eine immer weiter wachsende Ansammlung von Fachwissen.

WALDKIRCH (khß). Zehn Dienstjubilare der Kirchlichen Sozialstation St. Elisabeth wurden bei einer Feierstunde in Waldkirch geehrt. "Das christliche Bewusstsein, mit Händen helfen und mit dem Herzen bewegen, unabhängig von Religion oder kultureller Zugehörigkeit, versuchen wir und Sie alle täglich zu leben", betonte Geschäftsführerin Petra Spaniol-Höfner. Die Geehrten seien für sie "Helden des Alltags".

Seit 25 Jahren ist Christel Sator bei der Sozialstation im Bereich der Heilpädagogischen Hilfe tätig. "Du bist mit deiner ruhigen, ausgeglichenen Art eine große Hilfe für unsere Patienten und deren Angehörige, wenn Du diese bei der Pflege unterstützt oder durch die hauswirtschaftlichen Tätigkeiten den Alltag erleichterst", hob Pflegedienstleiterin Jolanthe Reis hervor. Sator sei offen für Neuerungen, habe sich durch regelmäßige Fortbildungen stetig weiterentwickelt und sei sehr kollegial veranlagt.

Seit 20 Jahren arbeitet Gabriele Dorner in der Sozialstation. Sie kam als ausgebildete Krankenschwester ins Team und übernahm gern "die etwas unbeliebten Spätdienste", so Reis. Bis heute fährt Dorner die Spätdiensttour in Simonswald. Dorner hat ein "großes Steckenpferd", von dem die Sozialstation sehr profitiert: Sie ist Expertin für Aromapflege. Dorners Empfehlungen für Einreibungen, Wickel oder Waschzusätze würden sehr geschätzt und zeigten bei diversen Beschwerden positive Wirkungen. In Vorträgen, unter anderem im Kompetenzzentrum Demenz in der Sozialstation und im Seniorencafé Gutach, bringe Dorner ihr Wissen vielen Interessierten näher.

Ebenfalls seit 20 Jahren ist Irmgard Rothmund dabei. Als Krankenschwester fing sie 1999 in der Pflege an. Nach der Weiterbildung zur gerontopsychiatrischen Fachkraft und nach erfolgreichem Studium zur staatlich geprüften Fachwirtin für Organisation und Führung wurde Rothmund 2007 die Gesamtleitung für den Bereich Demenz übertragen, erinnerte Spaniol-Höfner. Zusätzlich ist Irmgard Rothmund verantwortlich für den Bereich Familienpflege. Wichtig ist ihr, dass trotz dieser Verantwortlichkeiten zehn Prozent ihrer Tätigkeit der Pflege vorbehalten bleiben. Ihr besonders Talent zeige sich auch in der Aquise und Begleitung der ehrenamtlich Tätigen.

Auch Dominica Knobloch ist seit 20 Jahren Mitarbeiterin der Sozialstation. In Frankfurt arbeitete sie nach der Ausbildung zunächst als Krankenschwester im Krankenhaus und bei einer Pflegestation der Caritas. Seit 1999 arbeitet sie in der Sozialstation St. Elisabeth, und zwar gleich von Beginn an als Teamleiterin. Nach einer zweijährigen Weiterbildung ist sie mittlerweile stellvertretende Pflegedienstleiterin, gibt Kurse, berät zu Themen der Hauspflege und begleitet Hauspflegehelferinnen.

Christel Jerasts kam vor 15 Jahren als Krankenschwester zur Sozialstation. Vorher hatte sie unter anderem mehrere Jahre im Kreiskrankenhaus Emmendingen und lange Zeit in der Herz-Kreislauf-Klinik Waldkirch gearbeitet. Die Weiterbildung zur Kinasthetics (die Lehre von der Bewegungsempfindung) schloss Jerasts als Tutorin ab. 2011 übernahm sie die Teamleitung und ist inzwischen Einsatzleiterin der Geschäftsstelle von St. Elisabeth in Gutach. Auch in stressigen Zeiten behalte sie immer den Überblick.

Vladimira Stocker ist ebenfalls seit 15 Jahren in der Sozialstation tätig. Die gelernte Industriekauffrau lernte durch ehrenamtliche Tätigkeit die Betreuungsgruppe für demenzkranke Menschen kennen. Dabei habe sie die Freude an dieser Arbeit gespürt und wurde Hauspflegehelferin. Durch regelmäßige Fortbildung und Qualifikationen erweiterte sie im Bereich Demenzbetreuung ihre Kenntnisse und verfüge inzwischen über unschätzbar viele Erfahrungen.

Marion Dreher ist seit zehn Jahren im Bereich der Hauspflege tätig, wirkt in der Einsatzleitung des Pflegedienstes mit und habe sich zur Expertin für Diabetes und Ernährung weiterentwickelt. Ulrike Fischer kam vor zehn Jahren aus der Landwirtschaft zur Sozialstation und wurde Hauspflegehilfe. Sie unterstützt ältere Menschen, höre ihnen gern zu und könnte auch "in einem angemessenen Ton Tacheles reden". "Als typisches Waldkircher Bobbele bist Du im Bruder-Klaus-Krankenhaus geborgen und getauft worden und hast dann dort auch deine Ausbildung gemacht", berichtete Jolanthe Reis über Ute Schultis, die seit zehn Jahren für die Sozialstation als Pflegefachkraft arbeitet. Ebenfalls seit 10 Jahren ist Manuela Kapp im Bereich der Hauspflegehilfe tätig.