Amateurfunk

"Am Attilafelsen lässt es sich gut funken"

Dirk Sattelberger

Von Dirk Sattelberger

Do, 09. September 2021 um 17:43 Uhr

Breisach

Horst Garbe vom Amateurfunkverein A05 erklärt, was die Teilnehmer bei ihrem Fieldday am Tuniberg in Niederrimsingen gemacht haben.

Am Wochenende haben Freiburger Funkamateure ihren sogenannten Fieldday am Attilafelsen in Niederrimsingen abgehalten. Horst Garbe vom Ortsverein A05 im Deutschen Amateur-Radio-Club berichtet, was es mit den Fielddays auf sich hat und was ihn am Funken fasziniert.

BZ: Herr Garbe, wer hat sich am Attilafelsen bei dem Fieldday getroffen?
Garbe: Rund 30 Funkamateure, die dort ihre Zelte, Antennen und die Stromversorgung aufgebaut haben. Beim Fieldday der Funkamateure geht es darum, möglichst viele Kontakte in die ganze Welt sozusagen autark, also ohne Netzstromversorgung, herzustellen. Mit dem früher einmal in Mode gekommenen CB-Funk hat das nichts zu tun. Der Funkamateur hat Regeln und Gesetze zu erfüllen, die bei der Bundesnetzagentur geprüft werden. Erst dann erhält er sein weltweit einmalig vergebenes Rufzeichen. Wir sind am Attilafelsen im Schichtbetrieb auf rund 600 Funkaktivitäten per Kurzwelle gekommen. Weitere Kontakte konnten über das funkamateureigene "Internet", das "hamnet", über die vereinseigene Relaisstation auf dem Schauinsland hergestellt werden.

BZ: Wie geht die Kontaktaufnahme konkret vor sich?
Garbe: Man geht auf eine Funkfrequenz, meistens im Kurzwellenbereich, und meldet sich mit dem international geltenden Ruf CQ, entsprechend "Allgemeiner Anruf". Auf dem ganzen Globus gibt es drei Millionen Funkamateure, vorwiegend in den USA und Japan. Ich rede gerne mit den Leuten und bin neugierig auf andere Menschen. Ein einschneidendes persönliches Erlebnis bei mir war 1985 ein Besuch in Berlin. Es stand noch die Mauer, und dennoch konnte ich per Funk im Osten Funkamateure kontaktieren. Stacheldraht, Mauer und Wachposten mit Maschinengewehren konnten dies nicht verhindern.

BZ: Warum haben Sie sich den Attilafelsen für den Fieldday ausgesucht?
Garbe: Der Attilafelsen ist prädestiniert für uns, man hat Platz für die Ausrüstung und Zelte sowie die Wohnmobile. Ferner lässt es sich von dort gut und mit störungsfreiem Empfang funken.

Horst Garbe (65) macht die Öffentlichkeitsarbeit für den Freiburger Ortsverband des Amateuer-Radio-Clubs, A05 (ausgesprochen Alfa null fünf). Der Rentner war früher Moderator beim "Original Schwarzwaldradio" sowie bei "Radio FR 1" und ist mit seiner privaten Funkbude in Waldkirch zu Hause.

Der Verein im Internet: http://www.dk0fr.de