Appell an die Vernunft der Eltern

Sebastian Krüger

Von Sebastian Krüger

Do, 07. Mai 2020

Gundelfingen

Spielplätze öffnen wieder.

NÖRDLICHER BREISGAU (krue). Seit Mittwoch sind die ersten Spielplätze in den Gemeinden Gundelfingen, Heuweiler, Glottertal, Vörstetten und Denzlingen wieder geöffnet. Die Rathäuser befolgen damit die Empfehlungen des Staatsministeriums, wollen die Regelungen aber situationsbedingt anpassen. So ist die zulässige Höchstzahl spielender Kinder auf einem Spielplatz auf maximal ein Kind pro zehn Quadratmeter begrenzt.

"Wir haben fünf Spielplätze mit einer Gesamtfläche von 3200 Quadratmetern. So viele Kinder, wie hier erlaubt wären, gibt es in Vörstetten nicht", sagt Bürgermeister Lars Brügner. Weil es unwahrscheinlich sei, dass mehr Kinder als zulässig auf einem Platz spielten, werde er auch nicht durch die Gemeinde patrouillieren, um zu überprüfen, ob die Regelungen eingehalten werden.

Stichprobenartige Kontrollen

Ähnlich äußert sich Marco Kern vom Gundelfinger Bauhof: "Die beiden größten Spielplätze in Gundelfingen sind 1500 bis 1800 Quadratmeter groß, entsprechend dürften sich dort 150 bis 180 Kinder tummeln." Die Gemeinde ermittelte am Mittwoch die Fläche, auf der tatsächlich gespielt werden kann, und prüfte, wie viele Kinder auf den Spielgeräten der 19 Spielplätze in der Gemeinde maximal vertretbar wären, um den vorgeschriebenen Mindestabstand von anderthalb Metern einzuhalten. "Daran orientieren wir uns bei der Festlegung der Höchstzahl." Die Beschilderung mit entsprechenden Hinweisen soll spätestens in den nächsten Tagen erfolgen.

Stichprobenartige Kontrollen kündigte Kern genauso wie Glottertals Bürgermeister Karl Josef Herbstritt an. Dieser sagte, er setze aber vorrangig auf die Disziplin der Bürger, die sich auf den drei Spielplätzen in der Gemeinde aufhielten.

Insgesamt 25 Spielplätze gibt es in Denzlingen, die auch alle geöffnet wurden. Bürgermeister Markus Hollemann: "Wir geben den Eltern ein Stück Freiheit zurück und appellieren an deren Vernunft, sorgsam damit umzugehen." Dennoch werde der Gemeindevollzugsdienst überprüfen, inwieweit diese Appelle auch fruchten. Die entsprechende Beschilderung folge zeitnah.