Feuerwehr in Wettelbrunn

Auch bei einem Hock kann man viel lernen

Theresa Ogando

Von Theresa Ogando

Mo, 02. September 2019 um 16:51 Uhr

Staufen

Schon seit 80 Jahren lädt die Feuerwehr Wettelbrunn zu Essen, Trinken, Unterhaltung und Information. Gezeigt wurden auch Fahrzeuge anderer Hilfsorganisationen und das Zusammenspiel der Kräfte.

Schon aus der Ferne konnte man die zwei Drehleitern sehen, die an Sonntagmittag auf dem Feuerwehrhock in Wettelbrunn zur Schau gestellt wurden. Am Sonntag gab es auf dem Feuerwehrhock nicht nur etwas zu essen und trinken sowie ein Kinderprogramm, sondern auch Fahrzeuge zum Sehen und Staunen – und zum Lernen.

"Wir wollen auf einem Hock auch präsentieren und einen Einblick hinter die Kulissen geben – sodass die Leute wissen, dass es nicht nur das rote Feuerwehrauto gibt. Wir wollen auch die Zusammenarbeit mit anderen Hilfsorganisationen und der Polizei zeigen und ihnen auch eine Plattform geben ", sagte Johannes Dengler, der erste Vorsitzende des Fördervereins des Löschzuges Wettelbrunn.

So wurden den Besuchern nicht nur Fahrzeuge der Feuerwehr vorgestellt, sondern auch die Bergwacht, das Deutsche Rote Kreuz (DRK), die Polizei und das Technische Hilfswerk (THW) zeigten sich und ihre Fahrzeuge.

Der Feuerwehrhock wird vom Förderverein des Löschzugs Wettelbrunn organisiert. Die Freiwillige Feuerwehr Wettelbrunn wurde 2010 in die Freiwillige Feuerwehr Staufen eingegliedert. Um dennoch weiterhin am gesellschaftlichen Leben in Wettelbrunn teilzunehmen, wurde daraufhin der Förderverein des Löschzuges Wettelbrunn mit nunmehr 30 Mitgliedern gegründet.

"Den Hock veranstalten wir seit rund 80 Jahren einmal im Jahr. Wir wollen die Tradition aufrechterhalten und etwas für das Wohl des Dorfes tun", sagte Johannes Dengler. Johannes Dengler selbst ist in der vierten Generation in Wettelbrunn bei der Feuerwehr aktiv.

Es wurde viel geboten auf dem Hock. Neben dem informativen Teil gab es auch musikalische Begleitung vom Markgräfler Musikverband sowie Sonntagsbraten und am Montag Haxe und viele andere kulinarische Leckereien.

Die Kinder konnten sich an echten Feuerwehrschläuchen versuchen und ein Löschtraining machen und auch der Tischkicker und die Hüpfburg in Form eines Feuerwehrautos waren ein Hit bei den kleinen Gästen.

"Wir wollen gezielt Quereinsteiger ansprechen. Wir hoffen natürlich, dass wir mit so einem Hock auf uns aufmerksam machen. Das Ehrenamt ist heute wichtiger denn je", sagte Johannes Dengler.

Und die Wichtigkeit des Ehrenamts betonte auch Roland Eckinger vom Förderverein Wettelbrunn: "Alle Feuerwehren im Umkreis sind Freiwillige Feuerwehren. Wenn es nachts brennt, dann kommen die Ehrenamtlichen."

Roland Eckinger erzählte von seinen Einsätzen und sagte: "Wir wollen retten und es ist ein tolles Gefühl, wenn es klappt." Das hat er mit seinen Kollegen von den anderen Hilfsorganisationen gemeinsam. Die Bergwacht zum Beispiel kommt dort zum Einsatz, wo der Rettungswagen nicht hinkommt – in Höhlen, auf den Höhen und im Gelände. Das Technische Hilfswerk kann die Feuerwehr technisch unterstützen etwa mit einem Kopter, einer Art Drohne. "Die Kopter verwenden wir vor allem, um vermisste Personen zu orten. Wir helfen, aber unter anderem der Feuerwehr auch mit Wärmebildkameras, Dachöffnungen oder mit der Treibstoffversorgung", erklärte Dominique Steiner vom THW Breisach.

Das DRK kennt jeder, aber in Wettelbrunn hatten sie nicht ihren Krankenwagen dabei, sondern einen Gerätewagen. Der Wagen ist für die Katastrophenversorgung ausgelegt und kann zum Beispiel zur Versorgung der Feuerwehrleute bei langen Einsätzen verwendet werden.

Durch die Ausstellung konnte man ein gutes Bild davon gewinnen, was alles passiert, wenn man die 112 anruft.