Auch Hunde dürfen auf Rettung hoffen

Edgar Steinfelder

Von Edgar Steinfelder

Fr, 10. Januar 2020

Hausen im Wiesental

Feuerwehr Hausen rettete einen Vierbeiner aus dem Wiese-Kanal / Einsatzfahrzeug 33 Jahre im Dienst.

HAUSEN (edi). Viele intensive Einsätze leistete die Feuerwehr Hausen innerhalb der letzten zwölf Monate. Dennoch war es ein "ganz normales Jahr", sagte Kommandant Bernd Schneider bei der 144. Hauptversammlung der Feuerwehr Hausen im Feuerwehrsaal. Deutlich wurde: Sowohl im Präventivbereich als auch bei Einsätzen im Brand- oder Schadensfall ist sie jederzeit im Ort präsent und somit ein Garant für die öffentliche Sicherheit.

Rückblick: Die vom Kommandanten aufgeführte Einsatzliste weist die Hilfe bei einem Dachstuhlbrand in Gresgen aus, die Rettung eines Hundes aus dem Kanal, der von der Strömung an den Rechen des Kraftwerks getrieben wurde, und die Hilfeleistung bei einer Gewässerverunreinigung am Fluss Wiese. Einen am Sätteleweg in Hausen abgestürzten Traktor musste man mit entsprechendem Gerät bergen und in zwei Fällen Bäume entfernen, die auf die Stromleitung gestürzt waren. Aber auch bei mehreren Verkehrsunfällen oder bei der Rettung und dem Transport von verletzten Personen war die Hausener Feuerwehr mit Hilfeleistungsarbeiten im vergangenen Jahr vor Ort. Für die Kasse konnte Kassierer Michael Hug ein leichtes Plus verbuchen.

Ausbildung: Damit die Feuerwehr bei all diesen Einsätzen auch mit der nötigen Kompetenz zu Werke gehen kann, ist eine umfassende und gründliche Ausbildung erforderlich. So habe man 2019 insgesamt 14 Übungen absolviert, berichtete der Kommandant. Zudem seien zwei Unterrichtsabende und ein Probenwochenende durchgeführt worden. Mehrere Mitglieder der Feuerwehr Hausen haben sich an Lehrgängen zu Weiterbildungsmaßnahmen beteiligt. Die Truppenmannausbildung Teil 2 hat Damian Riesle, als Atemschutzgeräteträger wurde Maximilian Metzger ausgebildet und die Befähigung als Truppenführer erhielten Dino Mariotti und Damian Riesle. Daniel Schwald wurde zum Maschinisten ausgebildet, die Befähigung als Atemschutzgerätewart bekam Dino Mariotti, und die Ausbildung zum Jugendgruppenleiter haben Maximilian Metzger und Daniel Schwald absolviert.

Dringend erforderlich sei ein Ersatz für das veraltete Einsatzfahrzeug TSF, das seit 33 Jahren in Betrieb ist und nicht mehr den Sicherheitsvorschriften entspreche. Außerdem wies der Kommandant darauf hin, dass wegen der Gesundheitsrisiken bei manchen Einsätzen eine Hepatitis-Schutzimpfung der Wehrleute unabdingbar sei. Das umfangreiche Protokoll von Schriftführerin Tina Keller gab noch einmal Aufschluss über ein arbeitsreiches und erfolgreiches Jahr 2019.

Jugendfeuerwehr: Till Neumann berichtete von 56 Übungsabenden, einem Spielelauf, der Teilnahme an der WiesePutzete und am Kinderferienprogramm, sowie der Organisation des Adventsstandes mit Adventskranzverkauf.

Grußworte: Der stellvertretende Kreisbrandmeister Dietmar Fink zollte der Hausener Feuerwehr für ihr Engagement höchstes Lob. Auch Bürgermeisterstellvertreter Hermann Lederer war sehr beeindruckt von der Einsatzbereitschaft und dem Leistungsumfang der Hausener Wehr. Weitere Grußworte übermittelte Bruno Schmidt für den Kreisfeuerwehrverband, Thomas Roth als Kommandant der Feuerwehr Zell und Johannes Thoma von der DRK-Ortsgruppe Zell.

Ehrungen: Für 15 Jahre Dienst wurden Hauptfeuerwehrfrau Nadine Lange, Hauptfeuerwehrmann Benjamin Röttel und Löschmeister Jan Schmidt mit der Urkunde des baden-württembergischen Innenministeriums ausgezeichnet.