Kommunalwahl in Freiburg

Augenzeugen geben der AfD die Schuld an Gerangel am Wahlkampfstand

Uwe Mauch

Von Uwe Mauch

Mi, 22. Mai 2019 um 18:50 Uhr

Freiburg

Die AfD hatte die Polizei gerufen, weil sie an ihrem Wahlkampfstand angegriffen werde. Jetzt melden sich Beobachterinnen, die den Vorfall ganz anders wahrgenommen haben.

Nach dem Gerangel an einem Wahlkampfstand der AfD, der am Samstag in der Innenstadt zu einem Polizeieinsatz führte , wirft Die Linke den Ordnungshütern vor, sich zum "Steigbügelhalter der extremen Rechten" gemacht zu haben.

Vorstandsmitglied Helena Pantelidis teilte am Dienstag mit, sie sei Augenzeugin des Vorfalls gewesen. Anders als die Polizei mitteilte, habe es sich nicht um einen Angriff gehandelt, sondern um Protest. Aggressiv und provokativ seien einzig ein Wahlkämpfer der AfD gewesen, der einem der Teilnehmer eine Antifa-Fahne entrissen habe. Eine Passantin, die sich bei der BZ meldete, bestätigte die Eindrücke.

Die von der AfD gerufene Polizei hat Ermittlungen wegen des Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz aufgenommen. Grund: Einige der laut Polizei unbescholtenen Jugendlichen, darunter drei 15- und 16-jährige Mädchen, waren vermummt. Der Sachverhalt sei noch nicht geklärt, teilte ein Polizeisprecher mit. Die Linke kündigte eine Demo für Samstag gegen die Verschärfung der Polizeigesetze an.