Zwischenbilanz

Erdbebenhilfe für Haiti: Wurde alles anders?

Sandra Weiss

Von Sandra Weiss

Di, 14. Januar 2014 um 09:49 Uhr

Ausland

Haiti vier Jahre nach dem Erdbeben: Von den internationalen Finanzhilfen in Milliardenhöhe ist bei den betroffenen Menschen nur wenig angekommen.

Kathlene François hat den besten Blick von Palmiste-a-Vin. Von ihrer Veranda aus sieht die 42-jährige Hausfrau grüne Hügel, in der Ferne die haitianische Kleinstadt Léogâne und an manchen Tagen sogar die türkisblaue Karibik. Früher lebte sie mit ihrem Mann und vier Kindern in einer Hütte, die aber bei dem Erdbeben vor vier Jahren einstürzte. Das neue Holzhaus hat die Familie eigenhändig errichtet – unter fachkundiger Anleitung des Schweizerischen Roten Kreuzes (SRK). "Die Regierung hat sich nicht um uns gekümmert", erinnert sich Kathlene François. Dafür kamen knapp hundert Hilfsorganisationen (NGO) nach Léogâne, bauten Wasserzisternen, Latrinen, Notunterkünfte, Schulen, Krankenhäuser.

"Das war wie ein riesiger Basar, und der Staat hat nichts koordiniert", erzählt SRK-Mitarbeiter Olivier Le Gall. Viele Hilfsorganisationen, die nach dem Erdbeben Anfang ...

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