Ruthenium 106

Russische Regierung schweigt weiter über möglichen Atomunfall

Christopher Ziedler

Von Christopher Ziedler

So, 15. April 2018 um 20:30 Uhr

Ausland

Die Bundesregierung geht davon aus, dass es in Russland einen Atomunfall gegeben hat. Denn Spuren des Isotops Ruthenium 106 sind vor einem halben Jahr in ganz Europa gemessen worden.

Weil das Isotop Ruthenium 106 in der Natur nicht vorkommt, sondern bei der Kernspaltung von Uran oder Plutonium entsteht, geht die Bundesregierung davon aus, dass es Ende September vergangenen Jahres zu einem Atomunfall der dritthöchsten Kategorie gekommen ist.
Woher das Ruthenium 106 stammt, ist unklar
Ein Unfall der dritthöchsten Kategorie wäre nicht vergleichbar mit der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl 1986 in der Sowjetunion oder im japanischen Fukushima 2011, aber doch immerhin mit dem Beinahe-GAU 1979 in Harrisburg im US-Bundesstaat Pennsylvania. Nur weiß bis heute keiner, was wirklich passiert ist. Es lässt sich, so schreibt die Bundesregierung auf Anfrage der Grünen-Bundestagsabgeordneten Sylvia Kotting-Uhl, "bis heute nicht die Ursache der Ruthenium-106-Freisetzung bestimmen".
Anhaltspunkte und Spuren gibt es mittlerweile aber schon. Berechnungen ...

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