Finnland

In Eurajoki entstehen ein Atomreaktor und ein Endlager

Hannes Gamillscheg

Von Hannes Gamillscheg

Mi, 08. Juni 2011

Ausland

437 Meter tief haben sich die Bohrmaschinen vorgegraben. Hier, unter der Insel Olkiluoto am Bottnischen Meerbusen, soll von 2020 an der hoch radioaktive Atommüll der finnischen Kernkraftwerke verwahrt werden.

Das Licht ist fahl, die Luft muffig. In steilen Kurven frisst sich der Schacht neun Kilometer weit ins finnische Urgestein. 437 Meter tief haben sich die Bohrmaschinen vorgegraben. Hier, unter der Insel Olkiluoto am Bottnischen Meerbusen, soll von 2020 an der hoch radioaktive Atommüll der finnischen Kernkraftwerke verwahrt werden. 100 000 Jahre dauert es, bis die Strahlung der angereicherten Uran-Brennstäbe wieder auf sogenanntes natürliches Niveau abgeflaut ist. So lange soll das Teufelszeug in seinen Kanistern im Endlager "Onkalo" (Hohlraum) liegen, dreifach ummantelt, dreifach gesichert. 100 000 Jahre lang.

Es gibt Länder wie Deutschland, in denen schon die Prüfung geologischer Voraussetzungen für ein Atomendlager geharnischte Proteste auslöst und wo Probebohrungen zum Aufstand führen. Und es gibt Finnland. "Wir wollten das Lager haben, denn wir wussten: Dann bekommen wir auch neue Reaktoren", ...

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