Notstand in Goma

Außer Kontrolle: In Ost-Kongo wütet die Ebola

Johannes Dieterich

Von Johannes Dieterich

Di, 13. August 2019 um 13:05 Uhr

Panorama

BZ-Plus Goma zieht das Unheil an wie kaum eine andere Stadt der Welt:Cholera-Epidemien, Kriege und Rebellentruppen, Flüchtlingswellen, gelegentlich sogar Lavaströme. Und jetzt auch noch Ebola.

Ist es Zufall, dass Goma wie Gomorrha klingt? Die ostkongolesische Stadt liegt in einer der malerischsten Landschaften dieser Erde: am Ufer des Kivu-Sees, am Fuß des rauchenden Nyiragongo-Vulkans, von fruchtbarsten Auen und zweimal im Jahr tragenden Mangobäumen umgeben. Doch Goma zieht auch wie kaum eine andere Stadt der Welt das Unheil an: riesige Flüchtlingsströme, tödliche Cholera-Epidemien, unzählige Kriege und Rebellentruppen, gelegentlich sogar Lavaströme. Und jetzt auch noch Ebola.

Experten hatten seit Langem befürchtet, dass die rund 350 Kilometer nördlich von Goma tobende Seuche auch auf die weit über eine Million Einwohner zählende Stadt übergreifen würde. Ein Jahr nach dem Ausbruch der Epidemie im nördlichen Teil der Nord-Kivu-Provinz ist es tatsächlich so weit: Zunächst starb ein 46-jähriger Prediger, der Kranken in seiner im Seuchengebiet gelegenen Gemeinde die Hand aufgelegt hatte, nach seiner Reise nach Goma.
Kommentar: Im Kampf gegen die Ebola-Seuche fehlt Geld – ein Armutszeugnis für die Staatengemeinschaft
Wenige Tage später erlag ein Bergarbeiter aus der Ituri-Provinz dem tödlichen Virus. Er war zuvor in tagelanger Fahrt in verschiedenen Kleinbussen fast 500 Kilometer weit durch die gesamte Nord-Kivu-Provinz nach Goma gereist, um sich dort schließlich erkrankt von seiner ...

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