Gemeinderat

Bad Bellingen bekommt einen neuen, abwechslungsreichen Spielplatz

Jutta Schütz

Von Jutta Schütz

Mi, 22. Juli 2020 um 16:42 Uhr

Bad Bellingen

Der Bad Bellinger Gemeinderat hat die Firma Bauwerk aus Schliengen mit dem Bau des Spielplatzes im Gebiet "Hinterm Hof II" beauftragt.

Vielleicht ist die Lage des neuen Spielplatzes im Baugebiet "Hinterm Hof II" und dessen Größe von nur 390 Quadratmetern nicht optimal, wie Gemeinderat Wolfgang Müller bemängelte. Denn Müller erwähnte auch, dass eigentlich eine größere , ebenere Fläche bei der ersten Planung für diesen Platz vorgesehen war. Aber Baupädagoge Thomas Lang mit seiner Firma "Bau-Werk" aus Schliengen, der die Spielplatzplanung im Mai im Gemeinderat vorgestellt hatte (die BZ berichtete) und der nun mit dem Spielplatzbau zum Preis von 155 000 Euro beauftragt wurde, war sicher: "Das wird ein spannender Spielplatz." Mit der Ansicht war er nicht allein, auch Emil Schilling (CDU/ Unabhängige)war sicher, dass Kinder von zwei bis rund zehn Jahre am Spielplatz trotz Hangneigung Freude haben werden. Der Gemeinderat stimmte dem Auftrag mit einer Enthaltung zu.

Zur Erinnerung: Der Spielplatz liegt auf einem Eckgrundstück an der Petit-Landau-Straße und hat eine Hangneigung von rund acht Prozent. Er wird zwei Eingänge, einen im oberen und einen im unteren Straßenbereich bekommen, zudem eine zwölf Meter lange Rutsche, einen Wasser- , einen Matsch- und einen Sandspielbereich, sowie Balance- und Sitzmöglichkeiten haben. Angepflanzt werden sollen Bäume, ein Staketenzaun soll begrünt werden. Einige Wege werden als sogenannte Knüppelpfade angelegt. Mit Rollatoren und Kinderwagen ist wegen der Steigung aber nur der untere Teil des Spielplatzes begehbar, so Baupädagoge Lang. Das Wasser im "Nassbereich" sei Trinkwasser und werde aus einer Edelstahlpumpe gepumpt, wobei Menge und Dauer des Wasserflusses einstellbar seien, das Wasser versickere im Matschbereich der Sandfläche.

Hanglage ist für viele Räte kein Qualitätsmanko

Die Fallschutzflächen in den Spielbereich werden mit zertifizierten Hackschnitzeln, die nicht splittern dürfen, ausgestattet. Dass kein Ballspiel möglich ist, war ein weiterer Kritikpunkt Müllers. Gemeinderätin Dorothea Dosenbach (CDU/ Unabhängige) fand schade, dass es bei manchen Sitzmöglichkeiten, in dem Fall Podestflächen, keine Rückenlehne geben wird – für Omas und Opas sei das nicht günstig, "die möchten sich doch anlehnen", stellte sie fest. Emil Schilling votierte schließlich dafür, der Spielplatzplanung und der Auftragsvergabe nun endlich zuzustimmen.

Andreas Hubrich (CDU/ Unabhängige) aus Hertingen stellte abschließend trocken fest, dass es den Kindern im Neubaugebiet sicherlich völlig egal sei, ob der Spielplatz am Hang liege, die Kinder würden ihn schon in Beschlag nehmen: "Hauptsache spielen." Außerdem sei der Spielplatz auch sicherlich eine Abwechslung zu schon bestehenden Spielplätzen in anderen Gemeinden.