Bad Krozingen muss sich mit nervenden Krähen arrangieren

Sebastian Krüger

Von Sebastian Krüger

Di, 18. April 2017

Bad Krozingen

Jedes Frühjahr besiedeln Hunderte der schwarzen Rabenvögel Bad Krozingen / Sie stehen unter Naturschutz, bringen aber viel Ärger.

BAD KROZINGEN. Saatkrähen sind ein Reizthema. Ob im heimischen Garten, im idyllischen Park oder auf landwirtschaftlichen Anbauflächen – sie nerven viele. Doch sie stehen unter Naturschutz, und das aus gutem Grund. Bad Krozingen bleibt daher nur eines: sich mit den Vögeln zu arrangieren.

Die Bank im Kurpark sieht wenig einladend aus. Von oben bis unten ist sie übersät mit weiß-braunen Flecken, deren Erzeuger einem krächzend über den Kopf schwirren. Nein, Krähen können weder schön singen, noch sind sie besonders hübsch. Doch die Abneigung, die viele dem Vogel des Jahres 1986 gegenüber empfinden, beruht nicht auf Gegenseitigkeit. Saatkrähen siedeln gerne in der Nähe von Menschen, am liebsten in städtischen Regionen. Dort sind sie vor Fressfeinden sicher und finden ausreichend Nahrung. So wie im Bad Krozinger Kurpark. In dem Baum neben den zugekoteten Bänken nisten um die 25 Vogelpaare. Laut Sigrid Keller, Umweltberaterin beim städtischen Baudezernat, gibt es neben den Kolonien im Kurpark auch größere bei der DRK-Rettungswache, der Realschule und in der Breisgauer Straße. Zudem nisten Saatkrähen in Biengen an der L 120 und vereinzelt an anderen Standorten im Kernort und in Hausen.

Die Population nimmt ab
Auch wenn der Anschein ein anderer ist: Die Population nehme ab, sagt Franz Schneider vom Naturschutzbund (Nabu) im Kreis Müllheim. "Wir beobachten in den letzten zehn Jahren einen leichten, aber kontinuierlichen ...

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