Bodenerkundung

Bahn plant nächtliche Probebohrungen in Freiburg entlang der Strecke

Uwe Mauch

Von Uwe Mauch

Mi, 13. Januar 2021 um 00:05 Uhr

Herdern

Fast 250 Probebohrungen wird die Bahn zwischen Ende dieser Woche und Anfang April entlang der Rheintalstrecke durch Freiburg vornehmen lassen, meist nachts. Das kann laut werden.

Die Deutsche Bahn AG geht den Verhältnissen entlang der Bahnstrecke auf den Grund. Zwischen Freitag, 15. Januar, und Ostersonntag, 4. April, sind etwa 245 Probebohrungen geplant. Sie sollen Erkenntnisse liefern für den geplanten Ausbau und für die Ertüchtigung der Rheintalbahn. Die Arbeiten finden vorwiegend nachts statt. Dem Unternehmen zufolge ist mit Lärmbelästigungen zu rechnen.

Weil die Rheintalbahn stark ausgelastet sei, könnten die Arbeiten im Gleisbereich und an den Bahnsteigen nur in der Nacht stattfinden: zwischen 23 und 5 Uhr. Wie das Unternehmen mitteilt, sind folgende Stadtviertel betroffen:
Zähringen: 15. Januar bis 11. Februar
Herdern / Brühl-Beurbarung: 22. Januar bis 16. Februar
Haslach / Wiehre: 16. Februar bis 18. März
Vauban: 17. Februar bis 23. März
St. Georgen: 17. Februar bis 4. April

Das Bauteam hält sich nach Angaben der Bahn AG ein bis zwei Nächte an derselben Stelle auf. Dann zieht es weiter. Insgesamt sind auf Freiburger Gemarkung 245 Probebohrungen vorgesehen. Die einzelnen Bohrpunkte sind etwa 50 bis 200 Meter voneinander entfernt und erreichen eine maximale Tiefe von zehn Metern. Die Anwohner der Bahnstrecke sollen mit Flyern im Briefkasten noch über die genauen Termine der Nachtarbeiten informiert werden.

Alle Arbeiten außerhalb des Gefahrenbereichs, zum Beispiel am Bahndamm, führt die Bahn vorrangig tagsüber aus. Für die Unannehmlichkeiten aufgrund des Lärms bittet die Bahn um Verständnis.