Neues Jahr, neue Regeln und Beitragssätze

Bahnfahren, Falschparken, Bafög: Was sich im Jahr 2020 ändert

Barbara Schmidt, Thorsten Knuf, Wolfgang Mulke, Christian Rath und unseren Agenturen

Von Barbara Schmidt, Thorsten Knuf, Wolfgang Mulke, Christian Rath & unseren Agenturen

Mo, 30. Dezember 2019 um 10:49 Uhr

Südwest

BZ-Plus Unternehmer, Arbeitslose, Eltern, Studenten, Patienten: Für kaum jemanden hält das neue Jahr keine Neuerungen bereit. Dazu zählen erfreuliche und umstrittene Pläne. Ein Überblick.

Bahnfahren wird billiger, Falschparken wird teurer. Azubis haben erstmals Anspruch auf eine Mindestvergütung und auch die gut 21 Millionen Rentnerinnen und Rentner im Land gehen nicht leer aus. Arbeitnehmer spüren die Lohnerhöhungen in ihrem Geldbeutel, weil sich der Staat beim Griff nach dem zusätzlich verdienten Geld ein Stück weit zurückhält. Konjunkturexperten erwarten deshalb, dass viele Bundesbürger im nächsten Jahr mehr Geld im Portemonnaie haben werden als noch 2019. Die wichtigsten Änderungen zum Jahreswechsel im Überblick.

Für Verbraucher
» Bahnfahren billiger: Vor Weihnachten hat der Bundestag wichtige Teile des Klimapakets beschlossen. Dazu zählt die Senkung der Mehrwertsteuer auf Fahrscheine für Fernzüge (ab einer Entfernung von 50 Kilometern). Statt bisher 19 Prozent werden von 1. Januar an wie im Nahverkehr nur noch sieben Prozent fällig. Die Deutsche Bahn hat zugesagt, die Steuersenkung eins zu eins an die Kunden weiterzugeben. Demnach werden die Bruttopreise um rund zehn Prozent sinken, auch für eine Reservierung oder Fahrradmitnahme. Der Super-Sparpreis für Fernreisen kostet künftig 17,90 Euro, zwei Euro weniger als bisher. Neu ist auch, dass Soldaten in Uniform künftig kostenlos fahren können.
Kosten für Energie: Strom wird im neuen Jahr für viele teurer


» Fliegen teurer: Fliegen wird voraussichtlich im Frühjahr etwas teurer. Die Steuern auf Flugtickets steigen am 1. April für Inlandsflüge und Reisen in die EU-Staaten um fünf Euro auf 13,03 Euro. Für Flüge bis zu einer Distanz von 6000 Kilometern verlangt der Fiskus zehn Euro mehr, auf ganz langen Strecken 18 Euro.

» Nur noch mit Bon: Um Steuerhinterziehung an der Ladenkasse zu erschweren, verpflichtet der Gesetzgeber von 1. Januar an alle Händler und Gastronomen, für jede Transaktion einen Kassenbon auszugeben. Das gilt auch für kleine Einkäufe, etwa ein Brötchen beim Bäcker oder einen Cappuccino im Café. Kunden müssen den Kassenzettel aber nicht aufbewahren. "Es gibt keine Pflicht zur Mitnahme", schreibt das Bundesfinanzministerium auf seiner Homepage. Bestimmte Händler, etwa auf Wochenmärkten, können sich im Einzelfall von der Bonausgabepflicht befreien lassen.

Test für Kachelöfen: Für manche alte Kamin- und Kachelöfen schlägt spätestens Ende 2020 das letzte Stündlein. Anlagen mit einer Typprüfung bis Ende 1994 müssen nachgerüstet werden oder dürfen nicht mehr betrieben werden. Bestehen keine Unterlagen mehr über den Schadstoffausstoß, wird ein Schornsteinfeger benötigt, der die entsprechenden Messungen vornimmt. Sind die Werte in Ordnung, darf das Feuer weiter glimmen.

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