Breisgau

Bald sind die Störche weg: Wie ist es ihnen dieses Jahr ergangen?

Sebastian Wolfrum

Von Sebastian Wolfrum

Mi, 09. August 2017 um 14:00 Uhr

Kreis Breisgau-Hochschwarzwald

BZ-Plus Bald sind die Störche wieder weg. Gustav Bickel vom Verein Weißstorch erklärt, warum Drohnen bei Nestern nichts zu suchen haben, und weshalb etwa die Hälfte aller Jungstörche im Mai gestorben ist.

BZ: War es ein gutes Jahr für die Störche im Breisgau?

Bickel: Ich würde sagen, es ist durchschnittlich. In diesem Jahr haben 128 Jungstörche überlebt. Das macht ziemlich genau einen Jungstorch pro besetztem Nest in dem Gebiet, das wir betreuen.

BZ: Ist das ein guter Schnitt?

Bickel: Naja. Ein Storch legt etwa fünf Eier. Im Durchschnitt zieht er 2,3 Jungvögel hoch. Dieses Jahr hatten wir Mitte Mai Probleme. Da gab es ein Wochenende, an dem es stark geregnet hat und die Nächte kalt waren. In diesen Nächten sind die Hälfte aller Jungstörche gestorben.

BZ: Woran lag das?

Bickel: Die Jungstörche waren stark durchnässt, dann hatte es Temperaturen um die fünf Grad. Die Vögel waren außerdem schon zu groß, die Eltern konnten sie nicht mehr abdecken. Das war zu kalt. Die Tiere bekommen dann eine Lungenentzündung.

BZ: Gibt es außer dem Wetter weitere Bedrohungen?

Bickel: Wir hatten dieses Jahr noch ein paar andere Probleme. Etwa weil Strommasten nicht richtig geschützt sind. Störche dürfen dort nicht landen können, die Verletzungsgefahr durch Stromschläge ist groß. Und dieses Jahr sind zum ersten Mal Jungstörche gestorben, weil Menschen mit Drohnen ...

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