Banken gegen den Klimawandel

Rolf Obertreis

Von Rolf Obertreis

Mi, 01. Juli 2020

Wirtschaft

Selbstverpflichtung der Branche.

. Deutsche Banken wollen aktiv einen Beitrag für eine nachhaltige Entwicklung der Wirtschaft und zur Bekämpfung des Klimawandels leisten. In einer am Dienstag unterzeichneten "Klima-Selbstverpflichtung" wollen sie ihre Kredit- und Investmentportfolios im Einklang mit den Zielen des Pariser Klimaabkommens ausrichten. Bis spätestens Ende 2022 wollen sie klar definierte Klimaziele für ihre Kredit- und Anlageportfolios haben.

Die Unterzeichner verpflichten sich in der am Dienstag in Frankfurt vorgestellten Erklärung, "durch die Finanzierung der Transformation hin zu einer emissionsarmen und klimaresilienten Wirtschaft und Gesellschaft, die Erderwärmung auf deutlich unter 2 Grad zu begrenzen und das 1,5-Grad-Ziel anzustreben". Die Begrenzung der Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad gegenüber dem vorindustriellen Niveau ist der Kern des Pariser Klimaabkommens von 2015.

16 Institute umfasst der Kreis der Erstunterzeichner, von den privaten Großbanken Deutsche Bank, Commerzbank, Hypovereinsbank, ING über die Landesbank Baden-Württemberg, Kirchenbanken bis zu den ökologisch ausgerichteten Instituten GLS Bank, Steyler Ethik Bank, Umweltbank und Triodos Bank.

Gerhard Schick von der Bürgerbewegung Finanzwende lobte den Schritt als überfälliges Signal. Er zeigte sich allerdings verwundert, dass nur eine Landesbank und keine Sparkasse die Selbstverpflichtung unterzeichnet hat.