30 Zentimeter mehr Wasser unterm Kiel

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Di, 19. März 2019

Basel

Die Schweizerischen Rheinhäfen haben die Korrektur der Schifffahrtsrinne in Basel abgeschlossen.

BASEL (BZ). Die Bauarbeiten für die Korrektur der Schifffahrtsrinne, die Mitte Juli 2018 aufgenommen wurden, konnten im Februar erfolgreich abgeschlossen werden – schneller als geplant, unfallfrei und mit geringen Einschränkungen für die Rheinschifffahrt, teilten die Schweizerischen Rheinhäfen (SRH) mit. Insgesamt wurden 16 000 Kubikmeter gemischte Sedimente und 22 000 Kubikmeter Kies bewegt. Das von den SRH getragene Gesamtprojektbudget von 4,2 Millionen Franken sei eingehalten worden.

Es dauerte genau 134 Arbeitstage, bis die Korrekturen an der Fahrrinnentiefe, verteilt auf einer Fläche von rund 140 000 Quadratmetern, umgesetzt waren. Als Arbeitsgeräte zum Einsatz kamen ein Stelzenponton mit Hydraulikbagger und ein großes Kranschiff mit Seilbagger zum Abtragen des Materials, eine Klappschute zum Transport sowie ein Messboot für die Vor- und Nachkontrolle. Die punktuellen Abtragungen seien durch das beauftragte Unternehmen mit höchster Präzision erfolgt.

Insgesamt wurde leicht mehr Masse bewegt als ursprünglich vorgesehen. Bei den gemischten Sedimenten waren es 1000 Kubikmeter mehr als geplant. Beim Kies betrug das Plus zehn Prozent. Während die gemischten Sedimente wieder in den Rhein eingebracht wurden, wurde der Kies als ökologisch wertvolle Schüttung an den Basler Rheinufern vom Kanton Basel-Stadt übernommen.

Durch das gut aufeinander abgestimmte Zusammenspiel zwischen Unternehmer, Tiefbauamt, der Schifffahrt und dem Bauherrn sei das Projektziel, eine Erhöhung der Mindestfahrrinnentiefe um 30 Zentimeter vollständig, exakt und innerhalb der Vorgaben des Zeitrahmens und des Budgets erreicht worden. Die Maßnahme, die auch im Bericht zum Klimawandel des Schweizer Bundesrates verankert ist, verbessere die Erreichbarkeit und Wettbewerbsfähigkeit der südlichen Häfen Birsfelden und Auhafen Muttenz.

Die SRH als Bauherr und Financier zeigen sich erfreut, dass die gewünschte nautische Verbesserung erreicht ist, die gleichzeitig einen Mehrwert für Schifffahrt und Ökologie darstelle. Ein weiterer wichtiger Meilenstein des Aktionsplans Schifffahrt sei somit umgesetzt worden.

Die Arbeiten, die von den SRH als Bauherr und dem Tiefbauamt Basel-Stadt als Bauherrenvertretung durchgeführt wurden, seien auf ein positives Interesse in der Öffentlichkeit gestoßen und auch auf besondere Funde: Ein sehr gut erhaltener versteinerter Farn konnte geborgen und an das Naturhistorische Museum Basel gegeben werden. Neben einem historischen Pfahl wurde auch der ein oder andere verlorene Anker wiedergefunden. Mit der Veröffentlichung der offiziellen Nachricht an die Binnenschifffahrt wurde die neue Mindestfahrrinnentiefe am vergangenen Freitag an die Schifffahrt übergeben.