Populismus-Vorwurf

Bayern-Boss Rummenigge kritisiert DFB-Chef Fritz Keller

dpa

Von dpa

Mo, 18. Mai 2020 um 10:40 Uhr

1. Bundesliga

Mit einer scharfen Replik hat Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandsboss von Bayern München, die Kritik von DFB-Präsident Fritz Keller an einer "Großkotzigkeit" im deutschen Profifußball gekontert.

"Vielleicht sollte man sich beim DFB mal einen Besen kaufen, um vor der eigenen Tür zu fegen, das wäre in dem Fall auch angebracht", sagte der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern München am Sonntag vor dem Spiel in der Fußball-Bundesliga beim 1. FC Union Berlin im TV-Sender Sky. Er sei "irritiert über die – meiner Meinung nach populistische – Wortwahl von Fritz Keller", sagte Rummenigge.

Der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes hatte in einem Interview des Nachrichtenmagazins Der Spiegel gesagt, man sehe nun, "wozu es führt, wenn die Neureichen, von denen einige auch in der Bundesliga am Ball sind, mit ihrem Geld herumprotzen. Diese Großkotzigkeit fällt uns allen auf die Füße. Das ist eine Katastrophe für das Image des Fußballs. Wir müssen uns damit befassen, wie es nach der Krise weitergeht.

Mit mehr Demut, nah bei den Menschen." Rummenigge sagte dazu: "Wenn wir eine Krise in den letzten Jahren im deutschen Fußball hatten, dann war sie beim DFB zu suchen." Er würde sich wünschen, dass der DFB in der Corona-Krise seine "Hausaufgaben" mache. "Bis heute steht noch nicht fest, wann die Frauen-Bundesliga und die 3. Liga den Spielbetrieb wieder aufnehmen können. Jetzt ist es wichtig, dass auch die anderen uns folgen können", forderte der 64-Jährige.