Friesenheim

Bei der Nova digital stellen sich die Firmen in Filmen vor

Bettina Schaller

Von Bettina Schaller

Sa, 11. September 2021 um 12:00 Uhr

Friesenheim

Zum 40. Geburtstag geht die Nova neue Wege und passt sich an. Auf der Facebook-Seite werden Filme der Betrieb veröffentlicht. Dafür verantwortlich sind die Werbegemeinschaft und die Gemeinde.

Eins war klar: Der runde Geburtstag der Nova sollte nicht ausfallen. Mit der 40. Auflage sollte ein Zeichen gesetzt werden als Alternative zu einer Absage. Über die Internetadresse wird der Besucher auf die Seiten der Gemeinde Friesenheim, der Werbegemeinschaft Friesenheim oder direkt auf Youtube zu den Videoclips geleitet, die Jan Brämer von der Verwaltung in aufwändigen Drehs hergestellt hat. Dahinter stecken als Verantwortliche Mark Arnold und Matthias Geiger von der Werbegemeinschaft Friesenheim sowie Julia Edel von der Gemeindeverwaltung.

300 Euro kostete die Teilnahme

Die kurzen Filme lassen sich nicht mit professionellen Produktionen vergleichen. "Schon rein preislich nicht", wie Julia Edel erklärt. 300 Euro koste ein Dreh samt Kosten für das Banner, die Flyer und die Gemeinschaftsanzeige in den lokalen Printmedien. Zudem würde im Nachgang jedem Teilnehmer das Filmchen zum Eigengebrauch auf der Firmenhomepageseite zur Verfügung stehen. Wer nicht Mitglied der Werbegemeinschaft ist, müsse 500 Euro für den Auftritt berappen.

"Wir veröffentlichen wöchentlich zwei Clips und das bis Ende Oktober", erklärt Julia Edel. Aktuell sind es 25 Unternehmen aus der Gesamtgemeinde Friesenheim, die sich mit einem kurzen Porträtfilm präsentieren. Etwa zwei Minuten lang sind die Beiträge, die jede Menge Informationen und Impressionen liefern. Sie entstanden in Zusammenarbeit mit der Gemeinde, unterstützt von den Kreditinstituten und weiteren Sponsoren.

Unternehmen finden Filme gelungen

So können sich die Zuschauer ein Bild von den Geschäften und Firmen im Ort machen. Das findet beispielsweise Bernd Reifenschweiler interessant. "Wenn ich es nicht gut fände, hätte ich es nicht getan." Der Schreinermeister aus Oberschopfheim bietet Möbel nach Maß und Insektenschutz. "Natürlich finde ich mich persönlich nicht so toll im Film, aber das geht doch jedem so, wenn er ein Foto von sich sieht", sagt er und findet die Aussage seines Clips "gelungen". Er habe versucht, sein Metier im Video so zu zeigen, wie er sich bei der Messe präsentiert. Natürlich sei es etwas anderes, wenn 10 000 Menschen durch die Nova-Ausstellung schlendern.

"Ich bin keine Schauspielerin, ich bin es nicht gewohnt,

vor der Kamera zu stehen."

Susanne Neher
"Ich bin keine Schauspielerin", sagt Susanne Neher, Geschäftsführerin von Uhren-Schmuck-Optik Baumert-Neher, "ich bin es nicht gewohnt, vor der Kamera zu stehen." Den Film fand sie "richtig toll", schränkt aber lachend ein: "Bis auf meinen Auftritt." Die digitale Nova sei aber keine richtige Alternative für die Messe.

Für Angelika Franz, die mit ihrer Tochter Sabrina Napoleone das Schreibwaren-, Zeitschriften- und Tabakwarengeschäft betreibt, kam die digitale Nova wie gerufen. "Es ist Schulanfang, wir sind grad unter der Woche voll im Stress und könnten uns einen zusätzlichen Wochenendauftritt bei der Messe nicht vorstellen", sagt Sabrina Napoleone. "Wir finden es super", betont Angelika Franz, die Kosten hätten sich im Rahmen gehalten: "Wer mehr und zusätzlich Werbung machen will, der muss auch mehr zahlen."

Einem wollten die Nova-Macher auch bei ihrer Internetversion treu bleiben: dem Gewinnspiel. Jeder, der einen Clip angesehen hat und ein "Like" hinterlässt, soll in den Lostopf kommen. Verlost werden wöchentlich Preise der Firmen, die sich aktuell vorstellen.

Die Filme werden präsentiert unter http://www.facebook.com