Bei Lahr geht einiges schief

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mo, 13. September 2021

Ringen

Klare Niederlage in Mühlenbach und ein verletzter Ringer / Schuttertal feiert ersten Saisonsieg.

(BZ). Berufs- und krankheitsbedingt geschwächt traten die Lahrer Ringer am Samstag zu ihrem ersten Oberliga-Auswärtskampf beim VfK Mühlenbach an – und verloren deutlich. Zudem verletzte sich Kadetten-Vizeweltmeister Nikita Ovsjanikov und musste wegen einer Platzwunde aufgeben. Dem RSV Schutterwald gelang hingegen mit einer geschlossenen Teamleistung der erste Saisonsieg – mit 21:15 beim KSK Furtwangen. Somit haben nach zwei Kampftagen beide Teams aus der Ortenau zwei Punkte auf ihrem Konto.

VfK Mühlenbach – RG Lahr 27:8. Da Lahr die Gewichtsklasse bis 57 Kilo unbesetzt ließ, gingen die ersten vier Mannschaftspunkte kampflos an die Gastgeber. Die führten nach zwei Mattenduellen dann überraschend 8:0. Denn in der Klasse bis 130 Kilo zog sich Nikita Ovsjanikov nach einem Zusammenprall mit Alexander Müller eine starke Platzwunde zu, die ein Weiterringen unmöglich machte. Die Mühlenbacher Fans erwiesen sich allerdings als sehr fair, da sie den favorisierten, aber verletzten Ovsjanikov mit viel Beifall verabschiedeten.

Eugen Schell sorgte danach in der Klasse bis 61 Kilo für den ersten Jubel auf Lahrer Seite. Mit einer tollen Leistung besiegte er Mihai Ungureanu mit 19:4 überhöht nach Punkten. Calvin Keil trat im Halbschwergewicht gegen Patrick Schwendemann an. Schwendemann, der viele Jahre in Freiburg und Aichhalden in der Bundesliga kämpfte, hatte alle Hände voll zu tun. Am Ende ließ Keil im Freistilduell zweier Griechisch-römisch-Spezialisten nur eine 0:8-Punktniederlage zu. Im letzten Fight vor der Halbzeit dominierte Luis Fening bis 66 Kilo gegen den Mühlenbacher Felix Jenter. Nach nur eineinhalb Minuten und zahlreichen Beinschrauben wurde der Lahrer in der zweiten Minute überlegener Sieger.

Die Punkte zum 8:11 sollten aber die letzten Mannschaftszähler für den Aufsteiger an diesem Abend sein. Denn in den restlichen fünf Kämpfen gewannen jeweils die Mühlenbacher. Am nächsten schnupperte von der RG noch Viktor Hubert in der Klasse bis 86 Kilo an einem Erfolg, doch auch er verlor gegen den körperlich überlegenen Tobias Neumaier mit 1:3 Punkten. "Wenngleich wir uns hoch geschlagen geben mussten, war es trotzdem ein guter Kampf", sagte RG-Trainer Toni Oldak – und ergänzte: "Mehr war dieses Mal nicht zu erwarten. Das Wichtigste ist, dass Nikita Ovsjanikov schnell wieder fit wird."

Furtwangen – Schuttertal 15:21. Der RSV Schuttertal konnte am Samstag seine Auftaktniederlage zum Saisonbeginn wettmachen. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung kehrte das Team um das Trainerduo Edgar Jüngling/Mario Lauer mit einem Sieg aus dem Schwarzwald zurück. Die Umstellungen in der RSV-Staffel und das Umsetzen der taktischen Vorgaben zahlten sich letztlich aus. Die Furtwanger, die nächsten Samstag in Lahr antreten, verzockten sich wohl und werden es in dieser Form schwer haben, vom Tabellenende wegzukommen.

Für Schuttertal begann der Kampf mit zwei Siegen. Problemlos legte zunächst Luan Lauer Raphael Reis auf die Schultern. Diesen Schwung konnte Carlos Kiesel im Schwergewicht mitnehmen: Gegen den sechs Kilo schwereren Simon Zwirner zeigte er sich äußerst kampfstark und holte sich einen knappen Punktsieg, so dass seine Staffel nach zwei Mattenduellen 5:0 führte. Turbulent ging es danach zwischen dem Schuttertäler Niklas Erke und Max Kokulan zu. Beim Stand von 8:8 musste Erke eine Schulterniederlage hinnehmen. Dann war Raphael Fehrenbacher gegen Felix Pfaff chancenlos. Die erstmalige Führung der Furtwanger revidierte Luca Munz postwendend wieder: Noch in der ersten Runde wurde er Überlegenheitssieger gegen Georgian Hamzu – sein Team führte mit 9:8.

Nach der Halbzeitpause ging das Team aus dem Schwarzwald durch ihren besten Ringer, Sascha Weinauge, noch einmal in Führung (12:9). Doch danach übernahm der Gast durch Erfolge von Johannes Hummel und Tomi Claudiu Hinoveanu das Kommando. Vor dem letzten Duell des Abends stand es 17:15 für den RSV. Dominik Fehrenbacher lag dann gegen Leon Glock schon mit 10:4 Punkten in Führung, ehe er seinen Gegner schulterte – und den ersten Schuttertäler Sieg in dieser Runde perfekt machte.