"Beim Schreiben kann man alles sein"

David Bihler, Maximilian Burger, Raphael Heß, Louisa Hillemanns und Leni Oberle, Klasse 4, FT-Sportgrundschule

Von David Bihler, Maximilian Burger, Raphael Heß, Louisa Hillemanns und Leni Oberle, Klasse 4, FT-Sportgrundschule (Freiburg)

Fr, 27. März 2020

Zisch-Texte

ZISCH-AKTIONSTAG im Freiburger Literaturhaus bei einer Lesung der Kinder- und Jugendbuchautorin Stefanie Höfler.

Am Freitag, den 14. Februar, waren wir, eine Gruppe von Zisch-Reportern aus der Klasse 4 der FT-Sportgrundschule Freiburg, im Rahmen eines Zisch-Aktionstags bei der Lesung der Autorin Stefanie Höfler im Freiburger Literaturhaus.

Wir sind mit der Straßenbahn in die Stadt gefahren. Da wir etwas zu früh da waren, haben wir entschieden, in die Buchhandlung Rombach zu gehen. In der Kinderabteilung haben wir versucht, das Buch von Stefanie Höfler, "Helsin Apelsin", zu bekommen, aber das Buch war schon ausverkauft! Wir sind also zum Literaturhaus gelaufen und dort haben wir das Buch kaufen können. Viele Kinder waren da. Kurz darauf hat die Lesung angefangen.

Erstmal hat sich die Autorin Stefanie Höfler vorgestellt und uns erklärt, was "der Spinner" ist. Wir durften mitmachen, es war lustig. Sie hat dann angefangen vorzulesen. Die Geschichte war toll und sie konnte gut erzählen. Man musste immer wieder raten, wie es weiterging.

Nach der Lesung wollten alle Kinder ein Buch unterschreiben lassen. Wir auch natürlich. Und dann durften wir der Autorin Fragen stellen. Sie war sehr nett. Ihre Antworten haben wir in einem Interview zusammengefasst (siehe unten). Das Buch werden wir natürlich jetzt in der Schule fertig lesen!

Zisch: Wie sind Sie Autorin geworden und wie lange schreiben Sie schon?
Höfler: Mit zehn habe ich angefangen, Geschichten zu schreiben. Die erste gute Geschichte habe ich aber mit 30 geschrieben und an einen Verlag geschickt.
Zisch: Ist Autorin Ihr fester Job? Und wenn nicht, was machen Sie sonst?
Höfler: Ich bin Autorin aber auch Gymnasiallehrerin für Deutsch, Englisch und Theater.
Zisch: Macht es Ihnen Spaß zu schreiben und wieso?
Höfler: Klar macht es mir Spaß! Beim Schreiben kann man sich alles ausdenken und man kann alles sein!
Zisch: Wie lang brauchen Sie, um ein Buch zu schreiben?
Höfler: Ich brauche ungefähr ein Jahr, um ein Buch zu schreiben.
Zisch: Haben Sie Kinder, und wenn ja, benutzen Sie das Leben Ihrer Kinder als Inspirationsquelle?
Höfler: Ich habe zwei Kinder. Johanna ist neun und hat sich ein Buch von mir gewünscht, das sie auch selbst lesen kann. Deswegen habe ich "Helsin Apelsin" geschrieben. Ich lese meine Bücher meinen Kindern vor, aber sie sind nicht meine Inspirationsquelle.
Zisch: Woher haben Sie die ganzen Ideen, die Sie in den Büchern verwenden?
Höfler: Ich kenne tatsächlich ein Kind, das solche Wutausbrüche hat wie Helsin. Ansonsten fallen Ideen in meinen Kopf hinein, einfach so.
Zisch: Wenn Sie Bücher schreiben, ist das eine Welt, die Sie sich ausgedacht haben oder existiert die Schule von Helsin Apelsin wirklich?
Höfler: Die gibt es nicht, aber die Schule bei mir im Ort ist auch ganz klein, mit nur 13 Kindern in einer Klasse.
Zisch: "Helsin Apelsin" ist Ihr viertes Kinderbuch. Sind Ihre Bücher beliebt?
Höfler: Laut meines Verlages ja!
Zisch: Sind Sie mit den Illustrationen zufrieden? Haben Sie sich Helsin so vorgestellt?
Höfler: Anke Kuhl habe ich mir als Illustratorin gewünscht, und ich war sehr glücklich, als sie zusagte. Helsin habe ich mir mit glatten Haaren vorgestellt, aber dann habe ich mit Anke gesprochen, und ich musste zugeben, dass sie so besser ist. Ich musste dann den Text leicht ändern.

Stefanie Höfler: Helsin Apelsin und der Spinner. Beltz Verlag, Weinheim 2020. 208 Seiten, 12,95 Euro, ab 8.