Bäckereikette

Beschäftigte fürchten früheres Aus für K&U

Volker Münch & Barbara Schmidt

Von Volker Münch & Barbara Schmidt

Di, 20. April 2021 um 08:00 Uhr

Wirtschaft

Beschäftigte der Bäckereikette K&U mit den Produktionsbetrieben Bäckerbueb in Neuenburg, Reutlingen und Mannheim haben für gute Löhne und sichere Arbeit demonstriert.

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hatte dazu aufgerufen. Sie befürchtet, dass die Bäckerei K&U zerschlagen werden soll, und zwar bereits bis Ende 2022 und somit ein Jahr früher als angenommen.

Die Muttergesellschaft Edeka Südwest wolle die Bäckereifilialen den Edeka-Kaufleuten zur Übernahme anbieten oder schließen, sagt die Gewerkschaft. Weil die meisten Kaufleute – anders als Edeka – nicht tarifgebunden sind, befürchtet sie Nachteile für die Beschäftigten.

Die Mitarbeitenden fordern mehr Lohn

Außerdem läuft derzeit die Tarifrunde. Die NGG fordert 5 Prozent mehr Lohn bei 12 Monaten Laufzeit. Zwei Verhandlungstermine hätten bisher keine Einigung erbracht, teilte sie mit.

Mitte Februar hatte Edeka Südwest auf BZ-Anfrage bestätigt, dass "kontinuierlich Verkaufsstellen an interessierte selbstständige Kaufleute des Edeka-Südwest-Verbunds übergeben" wurden und werden. Das bringe Vorteile für die Kunden, weil das Angebot an Brot- und Backwaren so noch stärker an den jeweils örtlichen Kundenwünschen ausgerichtet werden könne, hieß es damals. Für die Bäckerbueb-Betriebe ändere sich nichts, weil alle K&U-Filialen, auch jene von Kaufleuten, durch sie beliefert würden.