Bestens gebettet

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Di, 20. Oktober 2020

Haus & Garten

Schlafen wie auf Wolken: Entscheidungshilfe für den Betten- und Matratzenkauf.

Traditionell setzen sich Betten aus drei Komponenten zusammen: Rahmen, Lattenrost und Matratze. Anders ist der Aufbau bei Boxspringbetten, die aus mindestens zwei aufeinanderliegenden Teilen – der Box und der Matratze – bestehen. Aus dem Zusammenspiel der einzelnen Komponenten resultiert der Liegekomfort, der für eine erholsame Nachtruhe verantwortlich ist. Die folgende Entscheidungshilfe soll die Suche nach dem passenden Bett erleichtern.

1. Bett- und Matratzengröße
Erstes Auswahlkriterium auf der Suche nach dem perfekten Bett ist dessen Größe. Dort, wo zwei Personen in einem Bett schlafen, ist eine Matratzenbreite von mindestens 1,40 Meter ratsam. Ab einer Bettbreite von 1,60 Meter besteht die Möglichkeit, zwei Matratzen à 80 Zentimeter zu verwenden. "Getrennte Matratzen in einem Bettgestell bieten den Vorteil, dass Menschen mit ganz unterschiedlichen körperlichen Voraussetzungen und verschiedenen Vorlieben, was die Matratzenhärte angeht, dennoch nebeneinander schlafen können", so Jochen Winning, Geschäftsführer der Deutschen Gütegemeinschaft Möbel (DGM).

Schwieriger wird es, wenn einer der beiden Partner mehr als zwei Meter groß ist. Empfehlenswert sei es dann, beide Einzelmatratzen in Überlänge von 2,10 Meter oder 2,20 Meter auszuwählen. Paare mit kleinen Kindern sollten zudem eine Platzreserve für den Nachwuchs einplanen. Schließlich gibt die Matratzenbreite auch die Größe des Bettrahmens und des Lattenrosts beziehungsweise der Box eines Boxspringbetts vor.

2. Optik
Zweitens muss ein Bett in der gewünschten Größe ins Schlafzimmer passen – sowohl in puncto Platzangebot, als auch was die Optik angeht. Wer sein Schlafgemach neu einrichtet, entscheidet sich oftmals gleich für einheitliche Möbel. Wer "nur" ein neues Bett kauft, sollte darauf achten, dass der Bettrahmen mit Kleiderschrank & Co. harmoniert und auch zum Bodenbelag sowie zur Wand- und Deckengestaltung passt.
3. Liegekomfort und
Bequemlichkeit

Wer sich für Größe und Optik des neuen Betts entschieden hat, sollte drittens darauf achten, dass der gewünschte Liegekomfort gegeben ist. "Dafür ist ausgiebiges Probeliegen im Handel unerlässlich", mahnt Möbelexperte Winning. Unterschiedliche Materialien und Aufbauten von Matratzen können den individuellen Geschmack treffen – oder eben nicht. Früher waren Federkernmatratzen das Nonplusultra, heute erhalten sie Konkurrenz durch Schaum- oder Latexmatratzen sowie allen voran durch Boxspringsysteme. Entscheidend bei der Auswahl ist vor allem das individuelle Liegegefühl. Außerdem besitzt jede Matratzenart bestimmte Vorteile. So ist zum Beispiel die Federkernmatratze aufgrund ihres guten Feuchtigkeitstransports, aber weniger ausgeprägter Wärmeisolierung besonders für starke Schwitzer geeignet. Kaltschaummatratzen können hingegen gerade für schwere Menschen und Latexmatratzen auch für Fröstler sehr passend sein. Liebhaber hochwertiger Boxspringbetten schwärmen nicht selten von einem Liegegefühl wie auf Wolken. "Grundsätzlich muss die ausgewählte Matratze im Zusammenspiel mit der Box beziehungsweise einem passenden Lattenrost die Wirbelsäule optimal stützen. Das heißt, Schulter- und Beckenpartie müssen so weit einsinken, dass die Wirbelsäule eine gerade Linie ergibt", so der DGM-Geschäftsführer, der zudem empfiehlt, das Liegebild von einem geschulten Verkäufer im Möbelhandel prüfen zu lassen.

4. Möbelqualität
Nicht zuletzt sollte vor dem Kauf auf Qualität geachtet werden. Wichtige Kriterien sind etwa die Gesundheits- und Umweltverträglichkeit. Aber auch die Stabilität und Langlebigkeit sollten gegeben sein. "Wer neue Möbel im Handel ausprobiert, sollte sichergehen, dass nichts quietscht, knackt oder splittert. Darüber hinaus lassen sich Gesundheitsverträglichkeit & Co. am Produkt selbst nicht erkennen", sagt Winning und rät daher, auf das RAL-Gütezeichen für Möbel zu achten.