Besondere Atmosphäre

Besucher der Museumsnacht in Müllheim: "Das ist so schön hier"

Volker Münch

Von Volker Münch

So, 14. August 2022 um 16:38 Uhr

Müllheim

Nach zwei Jahren Pause wurde die Müllheimer Museumsnacht ihrem Motto "Jazz, Wein, Kultur" mehr als gerecht. Allein das Markgräfler Museum zählte rund 400 Besucherinnen und Besucher.

Überall prosteten sich Besucherinnen und Besucher mit einem Glas Wein zu, andere lauschten der Jazzmusik und ließen die Seele in der lauen Sommernacht für eine kurze Zeit baumeln. Diese besondere Atmosphäre bot nach zweijähriger Pause die Müllheimer Museumsnacht am vergangenen Freitag. Einmal mehr wurde sie ihrem Motto "Jazz, Wein, Kultur" mehr als gerecht.

Je kühler die Temperaturen, desto mehr Besucher kamen

Zum Start der Museumsnacht am frühen Abend war es noch so heiß, dass die Besucher nur spärlich im Museumshof und auf dem Vorplatz des Mühlenmuseums ankamen. Mit jedem Grad Wärme weniger kamen aber immer mehr Gäste in die beiden städtischen Museen. Bereits vor 20 Uhr herrschte in den Museumsgebäuden und davor Hochbetrieb.

"Das ist so schön hier", sagte ein Feriengast, der auf die Veranstaltung aufmerksam wurde. Ein anderer Besucher freute sich darüber, dass die Museumsnacht endlich wieder stattfinden konnte und meinte: "Das hat mir und meinen Freunden wirklich gefehlt. Hier gibt es immer eine tolle Mischung von Kultur, Jazzmusik, feinen Weinen und leckeren Speisen." Kaum ausgesprochen, prostete er seinen Freunden zu. Im Innenhof des Markgräfler Museums sah man viele solcher kleinen Gruppen. Andere nahmen Platz und lauschten einfach nur der Jazzmusik, gespielt von Pianist Tilman Günther, Tian Long Li (chromatische Mundharmonika), Domenic Landolf am Tenorsaxophon, Thomas Heidepriem (Kontrabass) und Schlagzeuger Daniel Mudrack.

Verschiedene Ausstellungen und Aktionen im Markgräfler Museum

Im Markgräfler Museum selbst herrschte zeitweise emsiger Betrieb. Bis zum Ende der Museumsnacht wandelten etwa 400 Besucher durch die Räumlichkeiten. Neben den Dauerausstellungen fanden die Sonderausstellungen zur regionalen Geldgeschichte und die Ausstellung des Müllheimer Künstlers Wolfgang Faller große Aufmerksamkeit. Begleitet wurden die beiden Sonderausstellungen von archäologischen Mitmachaktionen der Historikerin Maren Siegmann und vom Bücherflohmarkt des Partnerschaftskomitees Müllheim-Vevey. Im Museumskeller gab Küfermeister Eugen Bürgin Einblicke in die Geschichte des Küferhandwerks.

Jazz und Programm gab’s auch im Mühlenmuseum

Szenenwechsel: Nach einem kurzen Spaziergang über den Marktplatz und entlang des Klemmbachs gelangten die Besucher der Museumsnacht zur zweiten Location. Auf dem Vorplatz des Mühlenmuseums Frick-Mühle drängten sich viele Menschen. Sie genossen Weine und kleine Speisen, lauschten dabei der Musik der zweiten Jazz-Formation, die bei der Museumsnacht aufspielte: Schlagzeuger Wolfgang Minarik, Pianist Nicolai Daneck, Gitarrist Linus Eppinger, Francis Fellinger am Kontrabass und Jürgen Hagenlocher am Saxophon.

Im Innern des Mühlenmuseums führten die ehrenamtlichen Mitarbeiter des Arbeitskreises Frick-Mühle interessierte Gäste durchs Haus und erläuterten die historische Mühlentechnik, die über die mit Wasser angetriebenen Mühlenräder in Bewegung gebracht wurde.

Die Museen waren bis Mitternacht geöffnet

Die Müllheimer Weingüter Engler und Dörflinger lieferten Weine und Winzersekte. Die kulinarischen Genüsse steuerten die Teams der Alten Post und der beiden Restaurants Tempel und Messer & Gradel bei. Wer darüber hinaus historische Genüsse testen wollte, konnte beim Arbeitskreis Archäologie des Museumsvereins Getränke und kleine Kostproben nach römischen Rezepturen probieren.

Um Mitternacht endete das Event, auf das so viele Menschen wegen der Pandemie zwei Jahre lang warten mussten.