Interview

Biker zur Motorradlärm-Debatte: "Diese Raser gefährden auch uns"

Jannik Jürgens

Von Jannik Jürgens

Mi, 22. Juli 2020 um 19:12 Uhr

Ehrenkirchen

BZ-Plus Uwe Conrad vom Motorradclub Ehrenstetten hält mögliche Fahrverbote im Schwarzwald für völlig überzogen. Wenn er mit dem Hund rausgeht, stören ihn laute Maschinen auch mal selbst, sagt er.

Uwe Conrad weiß, wie es sich anfühlt, wenn man schnell unterwegs ist. Der Ehrenstetter flog Düsenjets bei der Luftwaffe in Schleswig-Holstein. Bis zu 2300 Kilometer pro Stunde kann ein Tornado erreichen. Da dürfe man kein unnötiges Risiko eingehen und müsse sich an die Regeln halten, sagt Conrad. Genauso halte er es beim Motorradfahren: Tempolimits respektieren und Rücksicht nehmen. Doch wenn der Motorradclub Ehrenstetten eine Ausfahrt macht, schlägt ihnen nicht nur Sympathie entgegen. Bei der Motorraddemo am Sonntag in Freiburg, die zunächst in Denzlingen geplant war, will er dabei sein.
BZ: Herr Conrad, wie reagieren die Leute, wenn Sie mit dem Motorrad im Schwarzwald unterwegs sind?
Conrad: In letzter Zeit hat sich etwas verändert. Seitdem die Debatte um Motorradlärm hochgekocht ist, zeigen uns Anwohner, Rad- und Autofahrer immer öfter den Vogel – auch wenn wir uns mit legalen Motorrädern regelkonform verhalten. Wir erleben Situationen, in denen uns Radfahrer provozieren und uns und sich selbst damit teilweise gefährden. Dabei ziehen sie vereinzelt gezielt und wild gestikulierend vom rechten Fahrbahnrand in Richtung Mittelstreifen. Wenn man die Zwei-Meter-Abstandsregel beachtet, kommt man kaum noch an ihnen vorbei. Wenn ich mit dem Rad unterwegs bin, suche ich mir möglichst idyllische Strecken mit ...

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