Bildung & Wissen

Die Brutstätte für die Super-Erreger

Christian Gruber

Von Christian Gruber

Sa, 04. Juni 2016 um 00:00 Uhr

Bildung & Wissen

Antibiotikaresistente Keime verbreiten sich massiv – eine wichtige Rolle dabei spielen Kläranlagen. Hier landet das Abwasser nicht nur der Krankenhäuser, sondern auch der Haushalte.

Die Einschläge kommen näher. In den USA ist in der vergangenen Woche erstmals ein Super-Erreger bei einer Patientin entdeckt worden – also ein Erreger, der gegen alle bekannten Behandlungsmethoden immun ist. Erst kürzlich konnten Experten von der Universität Gießen und des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung zeigen, dass sich Resistenzen gegen Antibiotika immer massiver ausbreiten.

Wie die Studie nachwies, ist das Gen mcr-1 – das auch den Erreger in den USA zum Super-Erreger macht – inzwischen auch in Deutschland angekommen. Mcr-1 macht Darmbakterien unempfindlich gegenüber Colistin – ein Reserveantibiotikum, das zum Einsatz kommt, wenn gängige Medikamente nicht mehr helfen. Anders als bei bisherigen Colistin-Resistenzen wird mcr-1 von Bakterienstamm zu Bakterienstamm übertragen. Das und eine Unempfindlichkeit der Keime gegen Carbapenem – ein weiteres Reserve-Antibiotikum – lässt Mediziner aufhorchen.

Woher stammen die Super-Erreger und wie gelangen sie in den Menschen? Das versuchen die Wissenschaftler herauszufinden. ...

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