Geld macht geizig

Jochen Paulus

Von Jochen Paulus

Sa, 24. Dezember 2011

Bildung & Wissen

Wissenschaftler warnen Wohlstandsbürger: Steigt die gesellschaftliche Stellung, leidet das Sozialverhalten.

Die Klassengesellschaft im Film "Titanic" scheint arg romantisiert: Oben auf dem teuren Erste-Klasse-Deck versuchen sich die Spitzen der Gesellschaft bei steifen Festen gegenseitig zu beeindrucken und die Töchter reich zu verheiraten. Unten in der dritten Klasse dagegen geht es rauer, aber herzlicher zu. Und natürlich wächst nur hier die wahre Liebe. Bloß ein Hollywood-Klischee? Nicht ganz. Diesen Schluss legen jedenfalls neue Forschungsergebnisse nahe, die der Psychologieprofessor Dacher Keltner von der University of California in Berkeley jetzt zusammengefasst hat: Menschen aus den unteren Schichten sind großzügiger und sensibler dafür, wie es anderen geht, lautet das Fazit seiner Forschung.

Dabei hätten die unteren Zehntausend eine Menge Gründe, vom Schicksal der anderen unberührt zu bleiben, argumentiert Keltner. Sie haben nicht nur weniger abzugeben als Bessergestellte, sie leben auch noch oft in anstrengenderen Verhältnissen – ihre persönlichen Beziehungen gelten als überdurchschnittlich stressig.

Trotzdem spenden Arme laut eigener Aussage ...

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