Ein in Stein gehauenes Zeichen der Ökumene

Ulrich Werner Schulze

Von Ulrich Werner Schulze

Sa, 30. November 2013

Bonndorf

BZ-SERIE "BONNDORF IN ALTEN FOTOS" (TEIL X):Die Schlosskapelle bot sowohl katholischen als auch evangelischen Christen eine Heimat / Im Jahr 1727 geweiht.

BONNDORF. Eine wechselvolle Geschichte hat die Schlosskapelle im Bonndorfer Stadtgarten. Im Rahmen der BZ-Serie "Bonndorf in alten Fotos" blicken wir heute zurück auf die Entstehungsgeschichte des kleinen Gotteshauses und auf seine Besonderheiten.

Die Schlosskapelle: Wie vergessen steht sie im Bonndorfer Stadtgarten an der Gabelung der Lenzkircher Straße und der Landesstraße 170 in Richtung Steinasäge – in der Luftachse zwischen dem Hotel Germania und dem Schwarzwaldhotel. Dabei bezeugt die Kapelle Stein für Stein mehr als 300 Jahre Bonndorfer Historie. Zugleich speichert sie einen Teil christlicher Gegenwartsgeschichte.
Beim Bau des Bonndorfer Schlosses in den Jahren 1592 bis 1594 habe man einst einen Raum frei gelassen für eine Kapelle, schreibt der Chronist Artur Riesterer. Doch kam der Bauherr, der Freiherr von Mörsberg, aus Geldmangel nicht mehr dazu, ihn entsprechend auszustatten. Erst gut 130 Jahre danach, 1725, wurde die Schlosskapelle dann errichtet – noch im barocken Baustil, der um diese Zeit allmählich vom Rokoko abgelöst wurde. Initiator war Abt Blasius III. Bender, der nur sieben Jahre Abt war, aber wegweisend wirkte. Allerdings ließ er die Kapelle nicht in das großartig umgebaute barocke Schloss integrieren, sondern im Garten vor dem Schloss errichten; später wechselte der Standort vorübergehend hinter das Schloss.
Zusammen mit der ...

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