Nachruf

Bruno Ganz: So nah – und doch so fern

Alexander Dick

Von Alexander Dick

So, 17. Februar 2019 um 20:00 Uhr

Theater

BZ-Plus Auf der Leinwand spielte er den Engel Damiel, Adolf Hitler und Heidis Großvater – auf der Bühne war er Hamlet, Faust und Menschenfeind: ein Nachruf auf den einzigartigen Bruno Ganz.

Wir waren höchstens zwei Meter voneinander entfernt, damals 1988, an der Kasse der Burg Trausnitz oberhalb von Landshut. Meine Bekannte zog mich zur Seite und flüsterte aufgeregt: "Das ist er. Das ist Bruno Ganz, Wahnsinn." Ja, es war Ganz und es war Wahnsinn. Wir wussten, dass es Quatsch gewesen wäre, ihn anzusprechen. Um ihm zu sagen, dass wir beide ihn ganz hinreißend fanden? Als Engel Damiel in Wim Wenders ein Jahr zuvor in die Kinos gekommenem "Himmel über Berlin". Dann hätte ich ihm zumindest gestehen müssen, dass mir diese Figur, wie sie da auf der Siegessäule im Westen, ja damals noch Westen, saß, zu kryptisch war. Gleichermaßen nah wie fern. So wie Bruno Ganz in diesem Augenblick.

Nun ist er für immer fern. Den Kampf gegen den Krebs hat er am Samstagmorgen an seinem Wohnsitz in ...

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