Bürgerstiftung spendet 90 Laptops an sieben Schulen

Ansgar Taschinski

Von Ansgar Taschinski

Mi, 17. Juni 2020

Lörrach

Schulkinder ohne Computer sollen am Fernunterricht per Internet teilnehmen können / Spendenaufruf hatte kaum Erfolg.

. Die Bürgerstiftung Lörrach hat am Montag 90 Laptops an sieben der Lörracher Schulen übergeben. Die Geräte kaufte sie von einem Elektromarkt in der Stadt zum Einkaufspreis, sie sollen Schülerinnen und Schülern zur Verfügung gestellt werden, die zu Hause keinen Zugang zu einem Computer haben, um am Online-Unterricht teilzunehmen.

Auch wenn die Schulen seit dieser Woche zum Teil geöffnet sind, wird Fernunterricht per Videokonferenz in absehbarer Zeit ein fester Bestandteil des Lehrbetriebs bleiben. Doch nicht in jeder Familie stehe immer ein eigener Computer zur Verfügung, gerade wenn mehrere Geschwister gleichzeitig an das Gerät müssten, sagte Ute Lusche, die Vorsitzende der Bürgerstiftung Lörrach, bei der Übergabe am Montag in der Hellbergschule. Um hier Abhilfe zu schaffen, hatte die Stiftung im Mai zum Spenden von gebrauchten Laptops aufgerufen. Allerdings wurden nur vier Geräte vorbei gebracht, zwei davon zudem in defektem Zustand.

Um dennoch möglichst vielen Schülerinnen und Schülern Teilhabe am Fernlernunterricht zu ermöglichen, wurden so stattdessen mit Hilfe des ansässigen Fachmarkts fabrikneue Laptops gekauft. Die Computer seien für sämtliche Aufgaben bestens gerüstet, egal ob Officeprogramme oder Videokonferenzen, erläuterte Marcel Matt, Stiftungsratsmitglied bei der Bürgerstiftung Lörrach. Die Kosten für die neuen Geräte in Höhe von knapp 30 000 Euro übernahmen zu einem Drittel die Sparkasse Lörrach-Rheinfelden und zu Zweidritteln die Bürgerstiftung. Zwischen einem und 25 Laptops gehen so nun an die Hellbergschule, Pestalozzischule, Theodor-Heuss-Realschule, Grundschule auf dem Salzert, Hebelschule, Freie Evangelische Schule sowie Fridolinschule.

"Wir freuen uns, dass die Laptops gebraucht werden und wir die Schulen an der richtigen Stelle unterstützen können", sagte Ute Lusche. Man habe bei den Schulen die Notwendigkeit abgefragt und diese hätten wiederum einen dringenden Bedarf an neuen Geräten angemeldet. Isolde Weiß, Schulleiterin der Pestalozzischule, zeigte sich begeistert: "Wir als Schulen sind überwältigt von der kontinuierlichen Unterstützung der Bürgerstiftung seit deren Gründung", lobte sie die Einrichtung.

Die neuen Laptops sollen zunächst im Fernlernprozess eingesetzt und später natürlich weiterhin im Schulalltag genutzt werden, erklärte Petra Sauer, die Rektorin der Brombacher Hellbergschule. "Die Pandemie hat gezeigt, dass die Digitalisierung noch in den Kinderschuhen steckt", sagte sie. Man habe zwar viele gut fortgebildete Lehrer, die sich intensiv mit digitalen Lehrmöglichkeiten auseinandergesetzt hätten. So wunderbar und unerlässlich die neuen Laptops auch seien, so blieben diese dennoch ein Tropfen auf den heißen Stein, stellte Petra Sauer kritisch fest. Dennoch bedeute jedes weitere Gerät einen weiteren Schritt voran auf dem Weg der Digitalisierung.