Oper

Buhrufe für die Don-Giovanni-Inszenierung in Freiburg verdient nicht nur die Regie

Alexander Dick

Von Alexander Dick

So, 14. April 2019 um 20:15 Uhr

Theater

BZ-Plus Mozarts "Don Giovanni" gilt als Oper aller Opern. Das Regiedebüt der Polin Katarzyna Borkowska am Freiburger Theater lässt sich nicht allein mit Missverständnissen erklären. Es zeigt Unkenntnis.

Ouvertüre pur darf nicht sein. Dem mit Bilderfluten übersättigten Homo sapiens 2.0 gönnt die Opernregie der Gegenwart in der Regel nicht das Privileg eines ersten, ausschließlichen Konzentrierens auf die Musik. Auch an diesem Abend. Der Vorhang im Theater Freiburg hat sich längst gehoben, als die ersten beiden niederschmetternden Akkorde der "Don Giovanni"-Ouvertüre erklingen. Und während Dirigent Daniel Carter und das Philharmonische Orchester Mozarts Andante-Einleitung im eigentlichen Wortsinn bewegt voranschreiten lassen, darf man eine bewegte, bühnenfüllende Projektion von Hieronymus Boschs berühmtem "Garten der Lüste" erleben. In deren Mitte der Titelheld, oder besser: seine Rückseite. Nackt, wie so viele in diesem Bild, das so oft fehlgedeutet wurde.

Regie will Erzählung "in die Gegenwart holen", deren Strukturen sie nicht versteht
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