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BZ-Fragebogen, ausgefüllt von Constantin German, Oberministrant der Münsterministranten

Claudia Füßler

Von Claudia Füßler

Do, 10. September 2015

Freiburg

Gerade 15 Jahre alt war Constantin Germann, als er vor einem Jahr zu einem von drei Oberministranten bei den Münsterministranten Freiburg gewählt worden ist. Damit war er der jüngste Oberministrant Freiburgs. Der gebürtige Freiburger besucht die 10. Klasse am Kolleg St. Sebastian in Stegen und will nach dem Abitur Jura oder Wirtschaft studieren. Er hat zwei Brüder und wohnt mit seiner Familie in der Innenstadt.

Was genau macht ein Oberministrant?
Wir leiten die Jugendgruppe, das sind zurzeit rund 45 Ministranten zwischen 8 und 19 Jahren aus Freiburg und den umliegenden Pfarreien. Wir teilen die Ministranten in die Pläne ein, leiten die Gruppenstunden und organisieren Freizeitaktivitäten. Wir versuchen, da einiges auf die Beine zu stellen.

Was haben Sie im ersten Jahr schon alles geschafft?
Mein Anliegen ist vor allem, dass wir wieder mehr Ministranten werden. Heute ist es nicht mehr so selbstverständlich, dass Kinder nach der Erstkommunion Ministrant werden. Aber um mehr Menschen zu erreichen, müssen wir offen sein, sympathisch rüberkommen und das Image der katholischen Kirche gerade bei jungen Leuten etwas verbessern. Wir bieten jetzt zum Beispiel Gruppenstunden zum Reinschnuppern an und nutzen sehr viel stärker als vorher soziale Medien wie Facebook.

Was macht am meisten Spaß?
Die Gruppenstunden zu leiten. Da wird oft gemeinsam gespielt, wir haben aber auch Stunden, die sich einem bestimmten Thema widmen und in denen wir uns mit Werten beschäftigen. Warum gibt es Weihrauch in der Kirche, zum Beispiel, oder wie man respektvoll mit anderen Menschen umgeht.

Was wollten Sie als Kind werden?
Schauspieler.

Ihr Lieblingsplatz in Freiburg?
Der Münsterplatz.

Ihr Lieblingslokal in Freiburg?
"Frei-Burger" an der Schiffstraße.

Ihr Lieblingsfach in der Schule?
Deutsch.

Worüber können Sie herzhaft lachen?
Über Ironie.

Was machen Sie gerne in Ihrer Freizeit?
Segeln, Ski fahren, lesen, Fahrradfahren.

Welches Buch hat Sie in jüngster Zeit am meisten beschäftigt?
"28 Tage lang" von David Safier.

Wann waren Sie zuletzt in der Kirche?
Am vergangenen Sonntag zum Ministrieren.

Haben Sie ein Vorbild?
Leute, die ihren eigenen Weg gehen und keinen Opportunismus betreiben.
Wann waren Sie zuletzt im Kino?
Vor einem Monat in "Minions".

Welche Musik hören Sie gerne?
Viel, von Pop bis HipHop.

Ihre Lieblingsinternetseite?
http://www.neomagazinroyale.de

Wovor haben Sie Angst?
Vor schweren Verkehrsunfällen.

Was mögen Sie an sich selbst?
Meine Offenheit, meine Struktur und meinen Humor.

Was bringt Sie auf die Palme?
Intoleranz gegenüber Kriegsflüchtlingen.

Wo machen Sie gerne Urlaub?
In Nordspanien.

Ihr größter Erfolg?
Die Verantwortung für eine große Jugendgruppe bekommen zu haben.
Sie bekommen eine Zeitreise geschenkt – wohin reisen Sie?
Nur eine? Dann wäre das sehr schwierig zu entscheiden.

Ihre Traum-Schlagzeile?
"Eine grenzenlose Welt."

Angenommen, Sie gewinnen bei Jauch eine Million. Was machen Sie damit?
Etwas spenden und mir ein Auto kaufen.

Bitte vervollständigen Sie: Am Herd gelingt mir am besten ...
... nicht viel, aber wenn, dann Nudeln.

Wer es in meinem Job zu etwas bringen will, der ...
... braucht strukturiertes Denken, viel Geduld und muss gut mit Kindern können.

Die Zeit vergesse ich, wenn ...
... ich im Schwarzwald segele oder in ein Gespräch vertieft bin.

Einmal im Leben will ich unbedingt ...
... die Route 66 entlang fahren.

Als Oberbürgermeister von Freiburg würde ich ...
... ein etwas größeres Auge auf die Jugendarbeit in Freiburg werfen.