Dauerkonflikt

Caritas-Helfer aus Freiburg engagieren sich in der Ostukraine

Toni Nachbar

Von Toni Nachbar

So, 25. August 2019 um 19:31 Uhr

Ausland

Der Sonntag Der Weg zum Frieden ist weit: Wenn die Helfer der in Freiburg ansässigen Organisation Caritas international in der Ostukraine im Einsatz sind, tragen sie oft kugelsichere Westen und Schutzhelme.

Im ostukrainischen Dorf Luhanske lernten sich im vergangenen Winter zwei Frauen kennen. Die Ältere wohnt in der Nähe der Front, an der sich ukrainisches Militär und prorussische Separatisten bekriegen, die Jüngere lebt in Freiburg und arbeitet für Caritas international. Die Frau aus dem Donbass erhält 48 Euro Rente, ist krank und weiß oft nicht, wie sie an Nahrungsmittel, Medikamente oder Heizmaterial kommen kann. Die Deutsche arbeitet für eine Organisation, die es schafft, zumindest Tee, Mehl, Gebäck und Fleischbrühen in die vom Krieg geschundene Ortschaft zu bringen. Während ihres Gesprächs versichert die Rentnerin der Helferin, sie werde vom Suppenpulver nur einen Löffel am Tag verbrauchen, damit es lange reiche. Und fragt: Was ist das für eine Welt, in der sich im eigenen Land niemand um dich kümmert, aber Fremde aus dem Ausland sich darum sorgen, damit man nicht verhungert oder erfriert?

"Die jungen Menschen sind nahezu alle weg." Gernot Krauß Linda Tenbohlen, Referentin bei Caritas international, hat diese Begebenheit berichtet. Sie besuchte die Pufferzone entlang der Frontlinie in der Ostukraine, die sich vom Asowschen Meer bis weit nördlich von Donezk erstreckt. Mehr als zwei Millionen Menschen sind während der vergangenen Jahre aus der Krisenregion geflohen, davon 1,5 Millionen in andere Gegenden der Ukraine, aber auch mindestens 700.000 nach Russland. Im einstigen Industrierevier mit vielen großen ...

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