50 Infektionen

Corona-Ausbruch im Bundesasylzentrum in Basel

BZ & Jonas Hirt

Von BZ-Redaktion & Jonas Hirt

Fr, 30. Juli 2021 um 12:14 Uhr

Basel

Im Bundesasylzentrum Basel gibt es einen Infektionsherd. Das Gesundheitsdepartement registriert dort 50 Neuinfektionen mit Sars-CoV-2. Die Einrichtung steht unter Quarantäne.

Basel meldet 88 Neuinfektionen mit Sars-CoV-2. Eine derart hohe Zahl an neuen Corona-Fällen verbuchte der Kanton zuletzt Ende Dezember. Laut den Behörden entfallen alleine 50 Neuinfektionen auf das Bundesasylzentrum. Die 7-Tage-Inzidenz steigt dadurch auf 101 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner.

In einer Mitteilung spricht das Gesundheitsdepartement von einem "markanten Anstieg". Aufgrund vermehrter Einzelfälle im Bundesasylzentrum Basel habe das Gesundheitsdepartement eine Massentestung angeordnet. Bei den Bewohnerinnen und Bewohnern wurden alle getestet außer Genesene und Kinder.

Dabei habe sich gezeigt, dass 50 Bewohnende und ein Mitarbeiter neu Corona-positiv sind. Das Gesundheitsdepartement hat in Absprache mit den Bundesbehörden die gesamte Institution unter Quarantäne respektive Isolation gestellt und betreut die Institution epidemiologisch. In Quarantäne befinden sich rund 100 Personen. Kantonsarzt Thomas Steffen: "Mit der angeordneten Massentestung konnten wir den Infektionsherd eindeutig identifizieren. Alle Infizierten haben einen sehr milden Verlauf. Sie verbringen die Isolation gemeinsam."

Im Zeitraum 2. bis 29. Juli entfallen damit 16 Prozent aller Neuinfektionen auf das Bundesasylzentrum. Die meisten Menschen haben sich laut den Behörden in dieser Zeit im Nachtleben (25 Prozent), auf Reisen (25 Prozent) und in der Familie (18 Prozent) angesteckt.

Auch die Zahl der Infektionen in Clubs ist nochmals angestiegen. Noch am Dienstag verbuchten die Behörden hier 91 Fälle. Nun sind es 114 Infektionen, sie verteilen sich auf acht Clubs und Bars. 23 weitere Fälle konnten als Folgeinfektionen der in Clubs- und Bars infizierten Personen identifiziert werden. Unter anderem stehen die Fälle im Zusammenhang mit dem EM-Viertelfinale. Außerkantonale Folgefälle sind dem Gesundheitsdepartement Basel-Stadt noch nicht bekannt.