Corona-Krise lässt Reallöhne leicht sinken

dpa

Von dpa

Do, 18. Februar 2021

Deutschland

Erstmals Rückgang seit 2007.

Die Corona-Krise hat die Lohnentwicklung im Pandemie-Jahr 2020 stark beeinflusst und erstmals seit Beginn der Erhebung 2007 zu einem nominalen Verdienstrückgang geführt. Wie das Statistische Bundesamt auf Grundlage vorläufiger Zahlen mitteilte, lagen die Bruttolöhne einschließlich von Sonderzahlungen durchschnittlich 0,6 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor. Da zugleich die Verbraucherpreise um 0,5 Prozent gestiegen sind, blieb den Beschäftigten real rund ein Prozent weniger Gehalt als noch 2019. In dieser Statistik ist aber das Kurzarbeitergeld nicht berücksichtigt, das in der Corona-Krise für Millionen Erwerbstätige die Einkommensverluste zumindest abgefedert hat. Die Ausschläge nach unten sind 2020 heftiger als in der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise 2009. Damals waren die nominalen Verdienste um 0,2 Prozent gestiegen und die realen Verdienste um 0,1 Prozent gesunken. Die Angaben zur Lohnentwicklung im Gesamtjahr 2020 sind noch vorläufig. Endgültige Daten werden im März erwartet.