CORONA-SPLITTER

AFP

Von AFP

Mi, 29. Juli 2020

Ausland

BAYERN

Verbot gekippt

Das Bayerische Verwaltungsgericht hat das Beherbergungsverbot für Gäste aus Corona-Hotspots in anderen Bundesländern gekippt. Das von der Staatsregierung in München erlassene Verbot sei "nicht verhältnismäßig", urteilte das Gericht am Dienstag. Geklagt hatte ein Hotelier: Er hatte unter anderem argumentiert, dass die Pflicht zur Prüfung der Herkunft seiner Gäste für ihn nicht erfüllbar sei. Das Gericht gab ihm Recht. Die bislang gültige Regelung untersagte die Aufnahme von Gästen, die aus einem Gebiet stammen, in dem in den vorangegangenen sieben Tagen die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus laut Robert-Koch-Institut (RKI) höher als 50 pro 100 000 Einwohnern liegt.

SPANIEN

Sorge wegen Barcelona

Deutschland rät wegen regional steigender Corona-Infiziertenzahlen wie zuvor Frankreich von Reisen nach Katalonien mit der Touristenmetropole Barcelona ab und fügte auch die weiter westlich gelegenen Regionen Aragón und Navarra hinzu. Die Balearen mit der beliebten Ferieninsel Mallorca oder die Kanaren, wo die Infektionszahlen wie in vielen anderen Landesteilen niedrig sind, bleiben verschont.

GRIECHENLAND

Schärfere Maskenpflicht

Nachdem die neuen Corona-Infektionen in Griechenland im Juli die Zahl von etwa 25 pro Tag erreichten, erweitert die Regierung in Athen die Maskenpflicht für Banken, Ministerien, Bäckereien und Fleischmärkte sowie den Einzelhandel und Friseursalons. Die erweiterte Maskenpflicht werde ab Mittwoch gelten, hieß es. Wer das nicht einhält, muss mit einer Geldstrafe von 150 Euro rechnen.

USA

Trump-Tweet gelöscht

US-Präsident Donald Trump hat erneut Behauptungen über die Wirksamkeit des Malaria-Medikaments Hydroxychloroquin gegen Covid-19 weiterverbreitet – die später von Facebook und Twitter entfernt wurden. Unter anderem retweetete Trump am Montag ein Video, in dem behauptet wird, 350 Corona-Patienten seien mit Hydroxychloroquin erfolgreich behandelt worden. Im Juni stoppten Forscher eine internationale Studie zu dem Medikament unter Leitung der Weltgesundheitsorganisation WHO, weil das Mittel die Sterblichkeit von schwer erkrankten Patienten nicht reduziert habe.