Kleinkunst

Corona stoppt Auerbachs Kellertheater und die Kleinkunstbühne Salmen

hpm / BZ

Von Hans-Peter Müller & BZ-Redaktion

Sa, 10. Oktober 2020 um 08:03 Uhr

Staufen

Die Kleinkunstfreunde werden Trauer tragen: Entgegen der letzten Hoffnungen wird es weder in Auerbachs Kellertheater (Staufen) noch im Salmen (Hartheim) auf absehbare Zeit Vorstellungen geben.

Auerbachs Kellertheater Staufen
Nachdem er noch am Vortrag eine ganze Reihe Aufführungstermine für "König Lear und sein Narr" genannt hatte, veranlasste eine neuerliche Prüfung Staufens Theatermacher Eberhard Busch nun zu folgender Pressemitteilung:

"Verehrtes Publikum, wir haben festgestellt, dass wir in unserem Theaterraum die notwendigen Voraussetzungen für coronasichere Vorstellungen nicht erfüllen können. Insbesondere die Luftreinigung kann zur Zeit nur ungenügend durchgeführt werden. Unser Verantwortungsgefühl gebietet uns nun, Sie zur Zeit nicht zu einer Vorstellung ermuntern zu können. Aus diesen Gründen werden wir schweren Herzens die Premiere und alle weiteren Vorstellungen von ,König Lear und sein Narr’ auf März 2021 verschieben, in der Hoffnung, dass uns bessere Zeiten bevorstehen."

Kleinkunstbühne Salmen Hartheim
Ausweislich einer Mitteilung des Salmenvereins auf seiner Facebook-Seite sah sich der Vorstand der Hartheimer Kleinkunstbühne im Schwanitz-Haus gezwungen, "dass wir bis Ende des Jahres 2020 keine Veranstaltungen im Salmen durchführen werden und können, was der immer noch kniffligen Corona-Situation geschuldet ist. Ob und vor allem wie es dann weitergeht, das werden die nächsten Wochen zeigen. Die steigenden Fallzahlen sowie die aktualisierten Corona-Schutzvorgaben lassen uns leider nicht die Möglichkeit, irgendwelche Veranstaltungen verantwortungsvoll durchzuführen", heißt es dort.

Die Risiken seien nicht nur epidemiologischer Natur, sondern auch wirtschaftlich zu groß, so die Begründung des Vereins. Mit der derzeit auf maximal 25 Sitzplätze reduzierten Kapazität könne man die erforderlichen Gagen für die Künstler nicht zahlen, da man eine drastische Erhöhung der Eintrittspreise ausschließe, so der Salmen-Vorstand. Einige Künstler hätten auch selbst abgesagt, da die Corona-Vorschriften nicht in ihr Bühnenkonzept passen würden und sie die Interaktion mit dem Publikum brauchten.