Kostenbelastung

Daimler will Jobs abbauen und bis 2022 eine Milliarde Euro sparen

afp

Von afp

Do, 14. November 2019 um 09:57 Uhr

Südwest

Wie viele Stellen das Unternehmen streichen will, ist noch nicht klar. Betroffen sind die Bereiche Verwaltung und Management. Der Daimler-Vorstandschef nannte das Erreichen der CO2-Ziele als Mitgrund.

Der Autobauer Daimler will bis Ende 2022 mehr als eine Milliarde Euro an Personalkosten einsparen und dafür Stellen streichen. Sowohl im Management als auch in den sogenannten indirekten Bereichen, sollen bei Mercedes-Benz Cars "Stellen abgebaut werden", kündigte das Stuttgarter Unternehmen am Donnerstag an. Zur Höhe des geplanten Jobabbaus machte Daimler keine Angaben. Die Sparte Mercedes-Benz Cars und Vans beschäftigt weltweit rund 175.000 Menschen.

Kostenbelastung durch CO2-Ziele

Die Kostenbelastungen zur Erreichung der CO2-Ziele erforderten "umfassende Maßnahmen zur Effizienzsteigerung" in allen Unternehmensbereichen, sagte Konzernchef Ola Källenius zur Begründung. Das wachsende Angebot an reinen Elektrowagen und Hybridfahrzeugen führe zu "Kostensteigerungen, die die Umsatzrendite von Mercedes-Benz Cars belasten werden".

Nötig seien deshalb Materialkostensenkungen. Zu dem geplanten Stellenabbau hieß es, das Unternehmen sei "in engem Austausch" mit den Arbeitnehmervertretern, um die Maßnahmen "so verträglich wie möglich zu gestalten". Zu den indirekten Bereichen zählen Stellen, die nicht direkt mit der Produktion zu tun haben, also beispielsweise in der Verwaltung.

Auch die Materialkosten sollen gesenkt werden

Daimler will außerdem die Investitionen in Sachanlagen sowie Forschung und Entwicklung auf dem Niveau von 2019 deckeln und "mittelfristig" reduzieren. Auch bei den Mercedes-Benz Vans will Daimler die Materialkosten senken und die Personalkosten um 100 Millionen Euro verringern, wie es weiter hieß.

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