Damit Radfahrern ein Licht aufgeht

Horatio Gollin

Von Horatio Gollin

Fr, 19. Juli 2019

Rheinfelden

Die Stadt installiert 30 Solarlaternen auf dem Fuß- und Radfahrerweg zwischen Herten und dem Markhof.

RHEINFELDEN. Das Elektroteam der Technischen Dienste der Stadt installiert aktuell Solarleuchten auf dem Fuß- und Radweg zwischen Herten und dem Markhof. 30 Laternen sollen künftig für Licht auf der gut frequentierten Route sorgen.

Unweit des Schwarzackerwegs in Herten steht der Hubsteiger der Technischen Dienste am Rande des Fuß- und Radwegs. Rotweißes Flatterband und Warnschilder sichern den Bereich. In der Arbeitsbühne am beweglichen Arm fahren Leo Sciara und Michael Wagner vom Elektroteam knapp fünf Meter an dem kürzlich errichteten Mast in die Höhe. Sciara hält eine Solarleuchte fest, während Wagner den Akku im Mast versenkt. Langsam lässt er die Batterie am Kabel hinab.

Nachdem der Stecker des Batteriekabels mit dem Stecker des Kabels der Solarleuchte verbunden ist, setzen die beiden städtischen Mitarbeiter die Solarleuchte auf den Mast, richten sie aus, drehen die Schrauben fest und entfernen den Pappkarton, in den bislang noch das Solarpaneel eingepackt war. Am Boden räumen sie Flatterband und Schilder ein und fahren ein kurzes Stück weiter, bis sich das Vorgehen am nächsten Mast wiederholt.

Eine Fachfirma hat zuvor die Fundamente gesetzt und der Technische Dienst die Masten gestellt, erklärt Martin Steinegger, Leiter des Elektroteams. Eine Schwierigkeit bei den Vorarbeiten war, dass entlang des Radwegs die Verbindungsleitungen von Herten zum Markhof liegen. Um den kreuz und quer verlaufenden Gas- und Telefonleitungen auszuweichen, stehen die Masten auch nicht genau in einer Flucht.

Bei der Ortsausfahrt von Herten hat das Elektroteam mit der Installation der Solarleuchten begonnen. Am Ende werden es 30 Lampen sein, die im Abstand von 35 Metern die Strecke beleuchten. In Richtung Markhof müssen noch Fundamente hergestellt und die Masten errichtet werden. Da die Herstellung der Beleuchtung neben den üblich anfallenden Arbeiten erledigt wird, geht Steinegger davon aus, dass die Maßnahme in ungefähr zwei Wochen abgeschlossen sein wird.

Die Beleuchtung auf dem Fuß- und Radweg hatte der Beirat des St. Josefshauses angeregt, da Bewohner der Behinderteneinrichtung auch abends oder nachts auf dem Weg unterwegs sind. Mit der Beleuchtung soll die Verkehrssicherheit für die Bewohner wie auch für die Radfahrer verbessert werden; es gibt viele Pendler zwischen Herten und Wyhlen. Die Solarleuchten schalten bei Abenddämmerung automatisch ein und senken kontinuierlich das Licht über die Nacht ab, bis sie bei Sonnenaufgang automatisch abschalten.

Eine Solarleuchte ist mit Solarpanel, Akku und LEDs etwas teurer in der Anschaffung als eine herkömmliche LED-Leuchte, dafür können Kosten eingespart werden, da kein Graben gezogen und kein Stromkabel verlegt werden muss.

Steineggers Erfahrungen mit Solarleuchten sind gut. Einen höheren Wartungsaufwand haben sie nicht. Der Akku sollte für sechs Jahre funktionieren. Bislang standen nur sieben Solarleuchten im Stadtgebiet. Steinegger erklärt, dass in einigen Stichstraßen oder auf dem Parkplatz am Hertener Rathaus welche aufgestellt wurden, wo Stromleitungen fehlten oder auf die Erdbauarbeiten verzichtet wurde. Die letzte Solarleuchte wurde an einer Gefahrenstelle auf dem Radweg unterhalb von Minseln aufgestellt. Eine weitere soll dort noch errichtet werden.