Dank und viel Lob für die Dirigentin

Ulrike Spiegelhalter

Von Ulrike Spiegelhalter

Mi, 29. Januar 2020

Bernau

Ursula Wäschle-Weiger leitet seit mehr als 30 Jahren den Bernauer Kirchenchor und ist auch Organistin.

BERNAU (sub). Der Kirchenchor hält an seiner Tradition fest, die besten Probenbesucher beim gemütlichen Beisammensein nach der Hauptversammlung zu ehren. So auch jetzt wieder im Kurhaus. Neben Sängerinnen und Sängern begrüßte die Vorsitzende Irmgard Baur Ehrenmitglieder, alle Helfer und Helferinnen vom Hans-Thoma-Tag und Pater Lukas.

Die größte Ehrung, die die Vorsitzende an diesem Abend vornahm, galt Dirigentin Ursula Wäschle-Weiger. Sie leitet seit 30 Jahren den Kirchenchor, genau 31 Jahre und vier Tage. Baur dankte ihr für ihr Einfühlungsvermögen und ihre große Geduld bei allen kirchlichen und weltlichen Anlässen, neben ihrer hervorragenden fachlichen Qualität als Dirigentin. Und sie erinnerte an 1989, als Wäschle-Weiger vom damaligen Dirigenten Ralf Mertens dem Chor vorgestellt wurde und er ihr in der letzten Probe vor dem Thoma-Tag Taktstock und Orgelschlüssel überreichte. Wenig später, am 17. August, probte der Chor erstmals unter ihrer Leitung, ihr erster öffentlicher Auftritt war ein Heimatabend. Irmgard Baur berichtete über Begebenheiten in den drei Jahrzehnten und, dass Ursula Wäschle-Weiger Organistin und Chorleiterin war unter Pfarrer Benz und den Paulinerpatres Johannes, Maximilian und Peter, heute bei Pater David. Ein Höhepunkt sei gewesen, als sie beim 175-jährigen Bestehen des Chors 2013 auf höchster Ebene geehrt wurde mit der Verdienstnadel des Deutschen Cäcilienverbandes für ihren Einsatz in der Kirchenmusik. Als Dank des Chores gab es Blumen und einen Geschenk-Gutschein. Dank und Anerkennung bekam die Chorleiterin und Organistin auch vom Diözesan-Cäcilien-Verband der Erzdiözese mit einem persönlichen Schreiben vom Ehrendomherr und Diözesanpräses Wolfgang Gaber. Darin heißt es unter anderem, dass es ihr "mit musikalischer Meisterschaft gelungen ist, einen wunderbaren Klangkörper zu schaffen, der auch sehr anspruchsvolle geistliche Chorwerke zu hervorragenden Ergebnissen befähigt hat". Mitgeschickt hatte Gaber ein Buch mit einer CD über die "Hosanna und das Geläut des Freiburger Münsters". Irmgard Baur verlas daraus ein Gedicht aus dem Jahr 1883 über diese Glocke Hosanna, die seit über 700 Jahren läutet.

Die Dirigentin selbst wiederum ehrte die besten Proben- und Auftrittsbesucher und überreichte ihnen einen süßen Dank und einen Gutschein. Geehrt wurden alle, die zwischen 90 und 100 Prozent Anwesenheit bei den 43 Proben und 13 Auftritten erreicht hatten. 100 Prozent bei den Auftritten und 98 bis 92 bei den Proben hatten als Beste mit einem Spitzenergebnis Alice Albiez und Josef Pschera, gefolgt von Sebastian Mittermaier, Bernhard Spitz und Jutta Pornschlegel, sowie mit je 91 Prozent Lydia Seichter und Petra Spitz. Ein großer Dank der Vorsitzenden mit Blumen und Gutschein galt Martina Bauer, die sich nach zehn Jahren als Beisitzerin vom Alt zurückzog und eine große Stütze am Thoma-Tag ist, wie auch Berthold Weiger für die vielfache Unterstützung für den Chor.