"Das Angebot ist nach wie vor groß"

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Di, 20. Oktober 2020

Beruf & Karriere

BZ-Interview mit Simon Kaiser von der IHK.

Die Corona-Krise hat den Ausbildungsmarkt fest im Griff. Das betrifft auch die künftigen Schulabgänger, die viele offene Fragen haben. Im Interview mit BZ-Mitarbeiterin Anita Fertl steht Simon Kaiser von der IHK Rede und Antwort, und erklärt, auf was Jugendliche bei Bewerbung und Berufswahl achten sollten .

BZ: Warum sollte ein angehender Azubi die Job-Start-Börse besuchen?
Kaiser: Die Job-Start-Börse ist die perfekte Möglichkeit für junge Leute, um sich einen Überblick über das aktuelle Ausbildungsangebot der Region zu verschaffen. Schnell und kompakt gibt es Informationen aus erster Hand. Und wer schon genau weiß, was er will, sollte vielleicht seinen Lebenslauf mitnehmen. Dann kann er oder sie die Job-Start-Börse sogar schon mit einem Termin für ein Vorstellungsgespräch oder Praktikum wieder verlassen.

BZ: Im aktuellen Ausbildungsjahr kamen aufgrund der Pandemie weniger Ausbildungsverträge zustande. Haben die Betriebe weniger eingestellt oder gab es weniger Ausbildungswillige?
Kaiser: Insgesamt war das Angebot an Ausbildungsstellen etwas geringer als im Vorjahr. Das ist angesichts der Corona-Krise und der Tatsache, dass wir in der jüngsten Vergangenheit einen regelrechten Boom in manchen Ausbildungsberufen hatten, auch nicht überraschend.

BZ: Wie ist die Lage auf dem Ausbildungsmarkt, müssen sich auch künftige Schulabgänger Sorgen machen?
Kaiser: Nein, überhaupt nicht. Das Angebot an Ausbildungsplätzen ist nach wie vor sehr groß. Selbst in diesem Jahr mit seinen vielen wirtschaftlichen Widrigkeiten gab es mehr Ausbildungsangebote als Bewerber. Die Schere klaffte nur nicht ganz so dramatisch auseinander wie in den Jahren zuvor.

BZ: Kann die Industrie nach wie vor einen sicheren Ausbildungsplatz bieten?
Kaiser: Absolut. Wir sind in der glücklichen Lage, eine