Nachtleben

Das Greet will eine Plattform für Musiker bieten – und an das White Rabbit anknüpfen

Anika Maldacker

Von Anika Maldacker

Mi, 12. Februar 2020 um 13:05 Uhr

Nachtleben (fudder)

Von dem Charme des Underground-Clubs des früheren White Rabbits ist nicht mehr viel übrig: Am Leopoldring hat seit Herbst 2019 das Greet eröffnet. Dort will der Betreiber nun regelmäßig regionale Bands spielen lassen.

Wo früher schrammelige Gitarren aufgeheult haben, sollen in Zukunft Cover- und Flamencobands spielen: Im Greet am Leopoldring, dem ehemaligen White Rabbit, das im November vergangenes Jahres als "Beer & Wine"-Bar wiedereröffnet wurde. Dort soll nun nach Wünschen des Inhabers Filipos Klein ein "neues Forum für Musiker in Freiburg" etabliert werden. So nennt es Diego Periañez Gonzalez, der sich im Auftrag Kleins um die Organisation der Bühne kümmern soll. Auf der neuen Bühne im Greet sollen jeden Samstag Musikerinnen und Musiker oder Bands aus der Region auftreten können. Ausgenommen ist der erste Samstag im Monat, denn dann läuft DJ-Musik im Greet.

Weil Greet-Inhaber Filipos Klein, der auch die Cafés Tom’s und Fili betreibt, sich selbst nicht um die Organisation der neuen Bühne kümmern kann, hat er Diego Periañez Gonzalez damit beauftragt. Der gebürtige Spanier, der schon seit 50 Jahren in Freiburg lebt und seit 30 Jahren in seiner Band Diego’s Canela musiziert, hat die Betreuung gern übernommen. "Es gibt wenige Möglichkeiten für Musiker in Freiburg aufzutreten", sagt der 62-Jährige.

Will das Greet in der Tradition des White Rabbits bleiben?

Will man mit diesem Samstagsformat direkt an das White Rabbit mit seinen Konzerten und Open-Stage-Sessions anknüpfen? Nein, und ja, sagen Filipos Klein und Diego Periañez Gonzalez. "Ich denke schon, dass das Disko-Nachtleben in den letzten Jahren ausgestorben ist", sagt Klein. Dem wolle er mit dem neuen Angebot etwas entgegensetzen. "Ich denke, die Menschen wollen andere Menschen auf der Bühne sehen." Was Filipos Klein nicht möchte: Hardrock oder andere härtere Musikrichtungen. "Es soll eher Jazz, Rock, Latin, R’n’B und Soul gespielt werden", sagt er.

In diesem Rahmen organisiert Diego Periañez Gonzalez die Auftritte. Die Entscheidung, wer wann spielt, überlässt Filipos Klein seinem Freund. Periañez Gonzalez ist es vor allem wichtig, regionale Musikerinnen und Bands zu engagieren und ein breites Publikum zu erreichen. Den Auftakt macht am kommenden Samstag, 15. Februar, die Freiburger Coverband Gentle Session. Am Samstag drauf spielt Diegos eigene Band nach dem Motto "Fasching goes Fiesta", danach die Band Fire of Soul und dann wieder Diegos eigene Band. Ein Fokus bei der Bandauswahl ist deutlich auf Latin und Coverbands zu erkennen.

Vorerst soll an den Live-Abenden kein Eintritt erhoben werden, um ein Stammpublikum zu generieren. Die Bands werden vorerst direkt vom Greet entlohnt. Langfristig soll der Abend aber Eintritt kosten. Außerdem könnte noch der Mittwoch als Abend mit Livemusik hinzukommen, sagt Periañez Gonzalez. Und auch das Format Open Stage wollen er und Filipos Klein im Greet gerne wieder aufleben lassen.

Filipos Klein ist seit der Eröffnung des Meat & Greet im Herbst vergangenen Jahres zufrieden. 300.000 Euro hat er nach eigenen Angaben in die Renovierung der Räumlichkeiten gesteckt. Die Resonanz auf das Steak House sei überwältigend, sagt er. Der Ansturm auf das Greet lässt noch etwas auf sich warten. Mit den Live-Musik-Abenden will er das nun ändern.
Info:

Wer als Musikerin oder Musiker oder Band an einem Auftritt im Greet interessiert ist, kann sich bei Diego Periañez Gonzalez melden.

  • Was: Livemusik im Greet
  • Wo: Leopoldring 1
  • Wann: Jeden Samstag, bis auf den ersten Samstag im Monat
  • Eintritt: frei

  • Was: Gentle Session
  • Wo: Greet, Leopoldring 1
  • Wann: 15. Februar
  • Eintritt: frei