Veeser Bauzentrum Freiburg

"Das gute Miteinander in unserem beständigen Team spüren die Kunden"

Mi, 22. September 2021 um 09:26 Uhr

Anzeige Karin Sprich leitet das Veeser Bauzentrum Freiburg in dritter Generation. Im Interview spricht sie über die Anfänge, die Stärken ihrer Firma, den Preiskampf in der Branche und Herzensprojekte.

Das Veeser Bauzentrum Freiburg ist unter den Baustofffachhändlern eines der wenigen Familienunternehmen. Frau Sprich, erzählen Sie uns kurz von den Anfängen der Firma?
Karin Sprich: Mein Großvater Stanislaus Veeser ist in einer großen Familie auf einem Hof auf der schwäbischen Alb aufgewachsen. Mein Großvater entschied sich Gipser zu werden und sein Glück in Freiburg zu versuchen. Hier hat er den Gipserbetrieb "Veeser Putz und Stuck" gegründet, den es heute noch gibt. Für das tägliche Gipsergeschäft gab es einen Bedarf an Baustoffen, und daher hat mein Großvater im Juli 1957 einen kleinen Baustoffhandel aufgebaut. Mein Vater übernahm später den Baustoffhandel und sein Bruder den Gipserbetrieb, den heute sein Sohn, mein Cousin, leitet. Im Laufe der Zeit kam beim Baustoffhandel der Fachmarkt hinzu und das Baustofflager hat sich nach und nach vergrößert. Seit 1992 gibt es noch das Tochterunternehmen "Veeser Bauelemente", das Fenster und Türen liefert und montiert.

Sind Sie mit der Firma großgeworden und wollten schon immer dort mitarbeiten?

Sprich: Für mich war nicht von Anfang an klar, dass ich in die Firma einsteige. Es ist ja auch kein typischer Frauenberuf. 1999 bin ich in den Betrieb eingetreten. Ich habe eine kaufmännische Ausbildung abgeschlossen und den Abschluss als Betriebswirt angehängt. Im Betrieb habe ich alle Bereiche kennengelernt. Es war aber von vorne herein klar, dass ich den betriebswirtschaftlichen Part übernehmen werde.

In der Geschäftsleitung sind neben Ihnen auch Ihr Vater Hans Veeser, Timo Fritza und Ihr Mann Armin Sprich tätig. Wie sind die Aufgaben verteilt?

Sprich: Mein Vater ist noch Geschäftsführer, aber nicht mehr Gesellschafter. Mein Mann Armin Sprich ist Prokurist, ebenso mein Schwager Timo Fritza. Meine Schwester arbeitet auch im Betrieb und ist Teilgesellschafterin. Mein Vater war schon immer für den kaufmännischen Part zuständig. Er kümmert sich momentan noch um das Mahnwesen. Ansonsten hat er sich aus dem Tagesgeschäft zurückgezogen. Ich habe die betriebswirtschaftlichen Bereiche unter mir, darüber hinaus das Personal und Marketing. Mein Schwager ist für den Vertrieb, Einkauf und Fuhrpark verantwortlich. Mein Mann ist stark in der Kundenberatung sowie bei Objektbestellungen und -angeboten involviert. Er ist gelernter Zimmermann und Bautechniker und kennt die Branche daher gut.

Worin sehen Sie die Stärken des Veeser Bauzentrums Freiburg?

Sprich: Da fällt mir sofort unsere kompetente Fachberatung ein. Zudem sind bei uns die Wege kurz, da wir ein recht kleiner familiengeführter Betrieb sind. Wenn es Redebedarf gibt, weil vielleicht etwas schiefgelaufen ist, können Kunden wie auch Personal direkt zu mir kommen. Zudem haben wir ein beständiges Team, das fortlaufend fachlich geschult wird. Bei uns gibt es Mitarbeiter mit einer 40-jährigen Betriebszugehörigkeit und mehr. Sie haben bei uns gelernt und bleiben bis zur Rente. Ihr Wissen und ihre Erfahrung sind sehr viel Wert. Die langjährigen Betriebszugehörigkeiten bei unserem Personal sprechen auch für das kollegiale Miteinander im Unternehmen. Das merkt auch der Kunde.

Welche Herausforderungen sehen Sie für die Zukunft?

Sprich: Der Preiskampf in unserer Branche ist extrem. Bei uns wird um jeden Cent gefeilscht. Bei der Bauvergabe geht das Projekt meistens an das Unternehmen, mit dem günstigsten Angebot. Nur das zählt. Alle weiteren Gewerke müssen somit auch auf die Preise achten. Das zieht sich durch bis zu uns. Wir müssen dieser negativen Preisspirale standhalten und notgedrungen mit dem Preisgefüge mitgehen. Doch nur mit dem Verkauf günstiger Produkte können wir unser Personal nicht leistungsgerecht bezahlen. Daher brauchen wir Nischenprodukte, die nicht diesem Preiskampf unterworfen sind. Bei denen die Fachberatung wichtig ist und von denen es am Markt nicht so viele gibt. Diese Gratwanderung ist eine große Herausforderung.

Haben Sie ein Projekt, das Ihnen besonders am Herzen liegt?

Sprich: Wir haben immer wieder Projekte, die uns am Herzen liegen. Momentan sind das unsere Ausstellungsräume zum Thema Lehmputz. Wir wollen dieses ökologische Produkt bekannter machen und fördern. In unseren Augen ein wunderbarer, nachhaltiger und zeitgemäßer Baustoff. Ein anderes Herzensprojekt sind unsere eigenen Schulungsräume, die wir leider aufgrund der Corona Pandemie noch nicht einweihen konnten. Wir haben zuvor außerhalb unserer Räume Schulungen angeboten und hoffen, dass wir bald gewerbliche und auch private Kunden zu uns einladen können.

Ihr Mann arbeitet ebenfalls in der Geschäftsleitung. Dreht sich bei Ihnen zu Hause daher alles nur um Türen, Farben, Bodenbeläge und Co.?

Sprich: Nein. Erstens arbeiten wir ja in unterschiedlichen Bereichen. Zweitens gibt es ja noch unsere Kinder und unsere Hobbys und drittens würde das nur unsere Beziehung kaputt machen (lacht).

Sie kennen immer die neuesten Bau- und Renovierungstrends. Besteht nicht das Risiko, dass Sie immer Verbesserungsmöglichkeiten für die eigenen vier Wänden sehen und nie ganz zufrieden sind?

Sprich: Nein. Verbesserungsmöglichkeiten gibt es ja für jeden und das immer wieder. Wenn man wie wir in einem Haus lebt, ist auch nicht immer alles machbar. Es gibt Vorgaben durch das Haus an sich, sodass nicht alles umsetzbar ist, was vielleicht sinnvoll oder zeitgemäß ist. Und nicht jeder Trend gefällt uns. Oft geht es in unserer Branche um größere Baumaßnahmen, die übernimmt man nicht einfach aus einer Laune heraus. Man erneuert nicht das Dach, weil es gerade eine neue schicke Ziegelfarbe gibt. Aber wenn wir etwas renovieren, schauen wir genau, was es alles gibt. Dann probieren wir auch gerne etwas aus, damit wir unsere Erfahrungen an unsere Kunden weitergeben können. Wir haben uns im Zuge der Renovierung unseres Bades für einen speziellen Wandputz entschieden, der Feuchtigkeit aufnehmen kann, sodass Spiegel nicht mehr beschlagen. Das wollten wir testen und es funktioniert auch nach 10 Jahren wirklich gut.

Kommt zu Ihnen der Handwerker nach Hause oder packen Sie selbst an?

Sprich: Unterschiedlich, es hängt davon ab, ob wir es selber machen können. Mein Mann hat uns vor ein paar Jahren eine Pergola gebaut, weil ihm solche Projekte als gelernter Zimmermann Spaß machen. Für vieles holen wir einen Handwerker, weil uns das Knowhow fehlt oder ganz einfach die Zeit. Der Tag hat nur 24 Stunden und die gilt es sinnvoll einzuteilen.
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