Mobilität

Das halten die Betroffenen von der Gebührenerhöhung fürs Anwohnerparken in Freiburg

Manuel Fritsch & Stephanie Streif

Von Manuel Fritsch & Stephanie Streif

Sa, 06. März 2021 um 15:00 Uhr

Freiburg

BZ-Plus Das Anwohnerparken in Freiburg wird bald deutlich teurer – nur wie viel teurer es wird, das steht noch nicht fest. Wir haben fünf Menschen befragt, die in den betroffenen Gebieten wohnen.

Die Freiburger Stadtverwaltung rechnet damit, in Zukunft die Höhe der Gebühren fürs Anwohnerparken selbst festlegen zu dürfen. Die Fraktionen und die Verwaltung haben unterschiedliche Vorstellungen davon, wie die neuen Gebühren aussehen sollen. Die Pläne reichen bis zu einer Erhöhung auf 30 Euro im Monat für eine Parkberechtigung. Und was sagen dazu jene, die zahlen müssten? Fünf Menschen, fünf Meinungen.
Hintergrund: Freiburg will die Parkgebühren für Anwohner drastisch erhöhen
Peter Gugelmeier (74), pensionierter Realschullehrer: "In anderen Ländern wird viel rigoroser vorgegangen"
Im Hinterhof seines Hauses an der Dreisamstraße hört man fast nichts von den vorüberfahrenden Lkw. Gugelmeier scherzt: "Auf dieser Seite ist das Paradies – auf der anderen die Hölle." Gugelmeier wohnt seit 74 Jahren in dem Haus am Dreisamufer, mit den Problematiken der Straße ist er also bestens vertraut. Mit dem Forum Dreisamufer setzt er sich für die Interessen der Anwohner ein. Gegen Anwohnerparkgebühren an sich hat er jedoch nichts einzuwenden. Ganz im Gegenteil. Zum Gespräch mit der BZ bringt er Schreiben mit, die er und andere Anwohner 1990 an die Stadtverwaltung gerichtet haben. Darin bitten sie darum, in dem Gebiet eine Anwohnerparkzone einzurichten. In den 30 Jahren, die seither verstrichen sind, hat sich zwar viel verändert. An seiner grundsätzlichen Haltung zum Anwohnerparken jedoch hält Gugelmeier fest. Und auch einer Gebührenerhöhung steht er generell aufgeschlossen gegenüber. Eine Erhöhung um den Faktor zwölf, wie sie manche Fraktionen fordern – also von bislang 30 auf 360 Euro im Jahr – hält er für nicht vermittelbar.
"Auf dieser Seite ist das Paradies – auf der anderen die Hölle." Peter Gugelmeier "Dass der Stadt bislang vom Bund die Hände gebunden waren, ist zwar ein Argument", sagt er, "aber ich kann doch nicht von heute auf morgen eine Gebühr so stark erhöhen". Bei Mieten würde eine ähnliche Erhöhung als sittenwidrig gelten. Dabei sind ihm viele parkende Autos durchaus ein Dorn im Auge. Direkt vor seinem Haus parken drei Vans – "die verbrauchen viel mehr Platz als ein normaler Kleinwagen, das müsste man auch berücksichtigen", sagt er. ...

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