Russland

Das Maß an Verbrechen des Staatschefs ist voll

Leonhard Fleischer

Von Leonhard Fleischer (Gundelfingen)

Sa, 26. September 2020

Leserbriefe

Zu: "Aussichtsreich ist das nicht", Interview von Jörg Buteweg mit Tim Krieger (Politik, 15. September)
Das Maß an Verbrechen, die sich Russlands Staatschef Wladimir Putin in all seinen Regierungsjahren innenpolitisch (Beseitigung von Kritikerinnen und Kritikern) wie außenpolitisch (Krim-Annexion, Bombardierungen der Zivilbevölkerung im Syrienkrieg) und auf deutschem Boden (Mord am Exil-Georgier Changoschwili im August vorigen Jahres in Berlin) geleistet hat, ist übervoll. Putin gegenüber ist nun eine unmissverständliche Sprache geboten, worauf Norbert Röttgen (CDU) und Jürgen Trittin (Grüne) zuletzt in einer Anne-Will-Sendung verwiesen. Von jener kann auch der von Gernot Erler (SPD) erwähnte Doppelstandard-Vorwurf wegführen, wonach Russland das eigene Unrechtsvergehen mit dem Verweis auf die Völkerrechtsbrüche anderer Großmächte den USA zu entschuldigen oder zu legitimieren versucht und sich dabei der Unterstützung der orthodoxen Staatskirche gewiss sein kann. Leonhard Fleischer, Gundelfingen