Serie "Europäische Kulturhauptstädte"

Das serbische Novi Sad will sein Image aufpolieren

Brigitte van Kann

Von Brigitte van Kann

So, 26. Dezember 2021 um 19:58 Uhr

Kultur

Novi Sad ist eine von drei Europäischen Kulturhauptstädten 2022 – es präsentiert sich als weltoffene Stadt und knüpft damit an seine Geschichte an. Ein Rundgang.

2022 gibt es drei Europäische Kulturhauptstädte: Auch das ist der Pandemie geschuldet. Novi Sad in Serbien, Kaunas in Litauen und Esch in Luxemburg haben eins gemeinsam: Sie sind die zweitgrößten Städte ihrer Länder und wollen heraus aus dem Schatten. In einer kleinen Serie stellen wir die drei Städte vor und beginnen mit Novi Sad.

Im Café Atina liegen Wiener Sachertorte und bosnische Baklava einträchtig nebeneinander in der Kuchentheke. Ein paar Schritte weiter kann man im Restaurant Veliki ein slowenisches Dessert mit Mohn, Rosinen und Walnüssen oder mazedonischen Ajvar aus roter Paprika bestellen. Willkommen in Novi Sad!
Viele Nationalitäten und Sprachen haben die heute nordserbische Donaustadt geprägt. Das verraten nicht nur die Speisekarten. Als Maria Theresia 1748 der Militärsiedlung an der Südgrenze ihres Reiches die Stadtrechte verlieh, überließ sie es der ethnisch bunten Bewohnerschaft, den offiziellen Namen Neoplanta in ihre Sprachen zu übertragen. Die Deutschen machten Neusatz daraus, die Serben Novi Sad, die Ungarn Újvidék.
Das Wappen von Novi Sad erinnert an die Zuflucht, die Menschen verschiedenster Herkunft vor Armut oder Diskriminierung in der Stadt gefunden haben – die rettende Arche ist in Gestalt der Taube mit dem Ölzweig im Schnabel präsent. Erdgeschichtlich hat das Bild etwas Zwingendes: Die Stadt liegt im Süden der Pannonischen Tiefebene, die vor Urzeiten einmal ein Meer gewesen ist. Am besten erkundet man Novi Sad von der Altstadt aus. Sie ist autofrei und lädt ...

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